Lesung mit Heimvorteil

Gestern habe ich aus meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ gelesen – und zwar in der Buchhandlung Mirhoff-Fischer. Diese ist in „meinem Viertel“, es war daher eine besondere Lesung mit Heimvorteil. Einige der Gäste kannte ich daher auch, ich habe mich über alle Besucherinnen und Besucher gefreut. Im Mittelpunkt standen, wie es sich für eine Kinderroman-Lesung gehört, natürlich die Kinder.

Ich habe die Lesung sehr genossen, habe – wie immer bei Verknöpften-Lesungen – anhand von Bildern aus dem Buch und anhand von Originalfotografien die Geschichte der wahren Else Hirsch erzählt, die als Lehrerin der Jüdischen Schule in Bochum gearbeitet und die Kindertransporte aus Bochum mitorganisiert hat. In Bochum kennen die Menschen die Originalschauplätze, das macht die Geschichte noch eindringlicher.

Im Anschluss habe ich habe viele Schlüsselszenen aus dem Buch szenisch gelesen. Danach konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer mir Fragen stellen, so kamen wir noch ins Gespräch.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Sonderförderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen statt – ein Dankeschön für dieses Förderprogramm.

Foto: Birgit Ebbert – mit großem Danke dafür!

 

 

Kulturerlebniswanderung

„Das Glück im Kleinen finden“ – so lautete das Motto der Kulturerlebniswanderung am Sonntag für Kinder ab 8 Jahren am Forsthaus Haidberg. Das Naturerlebnishaus ist in Marl mitten in der Haard, einem großen Wald, gelegen. Dort stromerten die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag mit dem Leiter umher – und am späten Nachmittag gab es zum Abschluss eine Lesung mit mir.

Die Stadt Marl hatte sich das Buch „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ gewünscht – und das konnte passender nicht sein. Als ich auf dem Gelände auf mein Publikum wartete, dachte ich: Hier wäre Lena-Frieda, die Hauptfigur aus dem Buch, sicher auch gerne in ihrer Freizeit gewesen.

Zunächst haben wir es uns draußen rund um die große Feuerstelle bequem gemacht. Die Feuerstelle darf derzeit natürlich wegen der Waldbrandgefahr nicht genutzt werden. Doch dann mussten wir leider nach drinnen ausweichen, denn die Wespen verhinderten jede Lesungsatmosphäre.

Es war wirklich eine schöne Idee, Naturerlebnis und Lesung zu verbinden. Mir hat es Spaß gemacht – und ich glaube, den Zuhörerinnen und Zuhörern (und Lena-Frieda natürlich) ebenfalls.

Foto: Andrea Behnke

Vom Wünschen und vom Träumen

Zum dritten Mal habe ich in der Zweigstelle Querenburg der Stadtbücherei Bochum eine Ferienschreibwerkstatt durchgeführt – finanziert über das Programm Schreibland NRW. Am vorletzten Ferientag waren die Eltern zur Abschlusslesung eingeladen.

Dieses Mal ging es eine Woche lang um Texte zu Wünschen und Träumen. Was mich sehr gefreut hat: Viele der 12 Teilnehmenden kannten mich schon aus vorhergehenden Werkstätten oder kamen über Freundinnen, die schon bei mir in einer Werkstatt waren. Dass die Teilnehmenden trotz der Hitze von über 30 Grad die Vormittage in der Bücherei verbrachten, zeigt ihre Schreiblust.

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Letzte Lesung vor den Sommerferien

Meine letzte Schullesung vor den Sommerferien liegt hinter mir, aus „Flaschenpost in Sütterlin“. Und die erste Lesung nach den Ferien wird zufälligerweise ebenfalls aus diesem Kinderroman sein. Ich habe aus dem Buch schon oft gelesen – letzte Woche fand die Lesung vor einer dritten Klasse statt (im Rahmen der Kulturstrolche in Bochum, getragen vom Kultursekretariat NRW Gütersloh und dem NRW KULTURsekretariats, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW). Es war eine ganz intensive Doppelstunde mit den Kindern.

Manche Lehrkräfte in der Grundschule haben Furcht vor der Beschäftigung mit Krieg und Flucht. Doch diese Lesung zeigte erneut, wie die Kinder vermeintlich „schwierige“ Themen – wenn sie kindgerecht erzählt sind – interessieren. Wie sie selbst von eigenen Erlebnissen berichten, wie sie sich „abgeholt“ und ernstgenommen fühlen. Daher bin ich sehr dankbar für diese Begegnungen und freue mich schon auf die nächsten Veranstaltungen.

Foto: Andrea Behnke

Fluchtgeschichten

Auf dem Bild signiere ich meinen Roman „Die Verknöpften“ – nach einer Schullesung aus „Flaschenpost in Sütterlin“ Anfang des Monats. Die Hälfte der Fünftklässlerinnen und Fünftklässler des Essener Gymnaiums, die bei der Lesung waren, hat „Die Verknöpften“ gerade als Schullektüre gelesen. Die beiden Bücher eint: Beide Kinderromane spielen (zumindest zum Teil) in der Zeit des Nationalsozialismus‘, in beiden Geschichten müssen Kinder fliehen. Doch bei den Verknöpften sind es jüdische Kinder: Minna, die mit ihren Eltern versucht, nach Amerika zu fliehen. Und Leon kommt auf den ersten Kindertransport, der Kinder von Bochum nach England in Sicherheit bringt. Sie gehören zu jenen Menschen, die grundlos diskriminiert, verfolgt, vertrieben wurden. Die ihre Heimat verließen, um dem Naziterror zu entkommen. Um zu überleben.

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