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Internationaler Holocaust-Gedenktag

Die Bochumer Männer, Frauen und Kinder sind schon am 24. Januar von Bochum nach Dortmund verschleppt worden, bevor es dann unter unmenschlichen Bedingungen auf den Transport nach Lettland ging. Nach qualvollen Monaten mit Zwangsarbeit und Hunger wurden viele in einem Wald nahe Riga erschossen – andere wurden in weitere Konzentrationslager gebracht, wo sie ermordet wurden.

Von diesen 85 Bochumerinnen und Bochumern, die im Januar nach Riga deportiert wurden, haben nur 13 überlebt.

Else Hirsch, Lehrerin der Jüdischen Schule in Bochum, ist eine von 6 Millionen Jüdinnen und Juden, die in der Shoah ermordet wurden. In meinem Buch „Die Verknöpften“ heißt sie Ilse Hirschberg. Die letzte Szene im Buch – der Epilog – spielt 1942 im Ghetto Riga. Ilse Hirschberg / Else Hirsch war eine starke Frau, die ich sehr bewundere. „Sie, Ilse Hirschberg, ist vielleicht eine kleine Frau. Aber sie wird sich nicht kleinkriegen lassen. Wofür hat sie sonst gekämpft, all die Jahre.“

Fotos: Andrea Behnke

Radiogeschichte im Deutschlandfunkkultur

Neujahr wurde eine neue Hörgeschichte von mir gesendet: und zwar in der Kindersendung „Kakadu für Frühaufsteher“ im Deutschlandfunk Kultur. Sie heißt „Rieke, Nathan und die 28 Zwerge“, stimmungsvoll gelesen von Julischka Eichel und wunderbar produziert von Stefanie Lazai.

Rieke und Nathan fahren nicht in den Urlaub … Als Mama erzählt, dass die Familie aber in den Schrebergarten der Nachbarin gehen könne, hält sich die Begeisterung in Grenzen.

Doch dann werden die Ferien märchenhaft und spannend. Was mit ziemlich vielen Zwergen, der seltsamen Frau Graulich und der Amselfrau zu tun hat … Und mit verbotenen Ausflügen ins Wäldchen.

Ich wollte schon immer eine Geschichte schreiben, die in einem Kleingarten spielt – und jetzt war es endlich soweit. Die Geschichte kann noch online nachgehört werden, auf der Seite des Kakadu.

Foto: Andrea Behnke

Drei auf einen Streich

… oder auf einem Foto: Hier sind meine drei Neuerscheinungen aus dem letzten Jahr: der Roman „Die Verknöpften“, die Schullektüre „Wer ist eigentlich Angela Merkel?“ (für Deutschlernende) und das Kinderfachbuch / Bilderbuch „Fell liebt Federn“. Erschienen ist noch mehr von mir: zum Beispiel zwei Ohrenbären, sechs Porträts über bedeutende Frauen aus Bochum, Unterrichtsmaterialien für Politik … Danke an meine Verlage und an meine anderen Auftraggeber/innen, all die Buchmenschen, die Möglichmacher/innen in diesen Corona-Zeiten. Buchhändler/innen, die aus dem Fenster heraus verkauften, Bibliothekar/innen, die Bücherkörbe packten … Und an all die vielen Unermüdlichen, die trotz allem Workshops und Lesungen planten. Echte Begegnungen, so wertvoll wie nie zuvor! Danke an die wunderbaren Gespräche mit den Kindern (und Erwachsenen) in meinen Veranstaltungen. Was wäre eine Autorin ohne Leser/innen?

Und noch ein Dankeschön: an meine Kolleg/innen und Wegbegleiter/innen. Der Austausch ist mir wichtig! Es war ein besonderes Jahr, und auch eines, das tatsächlich „zwischen den Jahren“ eine richtige Erholungspause brauchte.

Foto: Andrea Behnke

Lesungen für Erwachsene

Lesungen aus „Die Verknöpften“ für Erwachsene? Nachdem ich schon auf dem „Festival der Landsynagogen“ und bei der Ausstellungseröffnung des Fanprojekts Bochum vor Erwachsenen (und wenigen Jugendlichen) gelesen habe, trudelten jetzt noch einmal Anfragen ein – unter anderem für „Lesungen für Groß und Klein“. Doch gekommen waren fast ausschließlich Erwachsene.

Einmal habe ich für die Integrationsagentur ZIVA bei den Aktionswochen Antisemitismus an der Ruhr-Uni gelesen, und einmal im Rahmen „700 Jahre Bochum – 700 Frauen“, als Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule und des Referats für Gleichstellung der Stadt Bochum. Zu guter Letzt war ich noch auf der Demokratiekonferenz Bochum, wo ich vor Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit in Bochum gelesen habe (danke, Kinder- und Jugendring Bochum, für die Einladung).
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Literarischer Herbst Lennestadt

Eine knappe Woche war ich im Sauerland: Ich war eine der beiden Autor/innen beim Literarischen Herbst. Für mich bedeutete das: Lesungen in allen Grundschulen in der Region – also acht Lesungen in dritten bzw. vierten Klassen und eine Lesung vor Erwachsenen bei der Eröffnungsveranstaltung im Theater.

Sieht man von den Serpentinen ab, die ich über den Berg fahren musste, hatte ich eine wunderbare Zeit – es waren wirklich schöne Lesungen. Vor allem habe ich mich gefreut, dass ich auch mehrmals aus meinem Buch „Flaschenpost in Sütterlin“ lesen konnte – oftmals trauen sich Schulen nicht, ein Buch über Vertreibung zu wählen. Gerade diese Lesungen waren sehr berührend.

1.000 Dank an die ehrenamtlichen Organisator/innen der „Kirchlichen Öffentlichen Büchereien“ und der Schulen. Die Lesereise hat Spaß gemacht!

Foto: Andrea Behnke

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