Flaschenpost-Lesungen mit Musik

Sechs Lesungen aus meinem Kinderroman „Flaschenpost in Sütterlin“ liegen hinter mir: In den letzten Wochen hat mich die Stadtteilbücherei Moers-Repelen zu zwei Lesungen eingeladen, zweimal habe ich im Jugendzentrum „Eckhaus“ in Essen-Kettwig auf Einladung des Fördervereins der dortigen Stadtteilbibliothek gelesen und zwei Lesungen fanden am Freitag, am bundesweiten Vorlesetag, statt. Da war ich Gast in einer Grundschule in Essen-Margarethenhöhe, mit Dank an das Essener Lesebündnis, das diese beiden Lesungen organisiert und finanziert hat. Danke an die Veranstalter dieser sechs Lesungen.

Drei Lesungen waren vor Kindern aus dritten Klassen, eine vor einer gemischten Gruppe Dritt- und Viertklässlerinnen und -klässler, zwei Lesungen waren vor zwei fünften Klassen aus einer Realschule und eine Lesung war öffentlich, am Nachmittag: Dort waren Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren zu Gast.

Manchmal bekomme ich mit, dass sich Lehrkräfte und Lesungsveranstalter nicht so recht trauen, Lesungen aus diesem Buch Grundschulkindern zuzutrauen. Umso mehr habe ich mich gefreut, jetzt so viele Drittklässlerinenn und -klässler erreichen zu können. Denn meine Erfahrung ist: Kindgerecht und behutsam aufbereitet, sind die Themen Krieg, Flucht, Heimweh und Freundschaft sowohl für Kinder ab der 3. Klasse als auch für Kinder der 5. und 6. Klasse wichtig und holen die Kinder ab. Ich komme in diesen Lesungen immer sehr mit den Kindern ins Gespräch, musikalische Elemente untermalen die Geschichte.

P.S.: Danke an die Bücherei Repelen für das Foto von mir.

Interkulturelle Woche in Essen

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich eingeladen worden bin, im Rahmen der Interkulturellen Woche in Essen zu lesen. Die Interkulturelle Woche findet bundesweit in vielen Städten statt – in diesem Jahr war es die letzte Septemberwoche.

Doch meine Lesungen wurden bewusst in den November geschoben: Ich sollte aus meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ lesen – rund um den 9. November, an dem der Pogromnacht 1938 gedacht wird, die auch in meinem Buch eine Rolle spielt.

Warum passt ein Buch, das vor dem Zweiten Weltkrieg spielt, thematisch zur Interkulturellen Woche? In meinem Roman geht es um Ausgrenzung, es geht um Verfolgung, um Antisemitismus. Und in meinen Lesungen rede ich mit Kindern auch genau darüber: über Rassismus und Antisemitismus – und wohin er führen kann. Ich finde es wichtig, dass Kinder heute um die Geschichte wissen. Um sensibel reagieren zu können. Um aus der Geschichte zu lernen.

Es waren drei lange und intensive Lesungen, die ich an einer Realschule und einer Gesamtschule in Essen-Frohnhausen und Essen-Altendorf hatte: Einmal waren es Siebtklässlerinnen und Siebtklässler, einmal waren es sechste Klassen, vor denen ich gelesen und erzählt habe. Und mit denen ich gemeinsam die wahre Geschichte rund um die Lehrerin Else Hirsch ins „Jetzt“ geholt habe.

Vielen Dank an die Integrationsagentur der Essener Diakonie in Frohnhausen und an den „Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur“ in Essen für die Organisation und Finanzierung der Veranstaltungen – und natürlich an die Kinder für ihre vielen Fragen und für die lebhafte Teilnahme.

Foto: Andrea Behnke

Lesung im Teehaus

Letzte Woche hatte ich eine Abend-Lesung aus „Die Verknöpften“ in dem schönen Teehaus in Bochum-Gerthe. Zu Gast waren Seniorinnen und Senioren, was ich sehr spannend fand. Sie empfanden das Buch nicht als Kinderbuch – sondern als „All Age“-Buch, wie man es heute nennt. Als Geschichte über die Shoah mit Kinderaugen, erzählt aus Kindersicht.

Das lange Gespräch nach der Lesung war sehr bereichernd. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Seniorenbüro Bochum-Nord und der Evangelischen Gemeinde Gerthe – vielen Dank dafür.

P.S.: Ausgeschrieben war die Lesung für Großeltern und ihre Enkelkinder. Dieses Konzept finde ich gerade bei dem Buch „Die Verknöpften“ sehr spannend. Vielleicht findet sich ein Veranstalter, der Lust hat, diese Idee umzusetzen. Das würde mich freuen.

Foto: Andrea Behnke

Lesung mit Heimvorteil

Gestern habe ich aus meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ gelesen – und zwar in der Buchhandlung Mirhoff-Fischer. Diese ist in „meinem Viertel“, es war daher eine besondere Lesung mit Heimvorteil. Einige der Gäste kannte ich daher auch, ich habe mich über alle Besucherinnen und Besucher gefreut. Im Mittelpunkt standen, wie es sich für eine Kinderroman-Lesung gehört, natürlich die Kinder.

Ich habe die Lesung sehr genossen, habe – wie immer bei Verknöpften-Lesungen – anhand von Bildern aus dem Buch und anhand von Originalfotografien die Geschichte der wahren Else Hirsch erzählt, die als Lehrerin der Jüdischen Schule in Bochum gearbeitet und die Kindertransporte aus Bochum mitorganisiert hat. In Bochum kennen die Menschen die Originalschauplätze, das macht die Geschichte noch eindringlicher.

Im Anschluss habe ich habe viele Schlüsselszenen aus dem Buch szenisch gelesen. Danach konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer mir Fragen stellen, so kamen wir noch ins Gespräch.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Sonderförderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen statt – ein Dankeschön für dieses Förderprogramm.

Foto: Birgit Ebbert – mit großem Danke dafür!

 

 

Kulturerlebniswanderung

„Das Glück im Kleinen finden“ – so lautete das Motto der Kulturerlebniswanderung am Sonntag für Kinder ab 8 Jahren am Forsthaus Haidberg. Das Naturerlebnishaus ist in Marl mitten in der Haard, einem großen Wald, gelegen. Dort stromerten die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag mit dem Leiter umher – und am späten Nachmittag gab es zum Abschluss eine Lesung mit mir.

Die Stadt Marl hatte sich das Buch „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ gewünscht – und das konnte passender nicht sein. Als ich auf dem Gelände auf mein Publikum wartete, dachte ich: Hier wäre Lena-Frieda, die Hauptfigur aus dem Buch, sicher auch gerne in ihrer Freizeit gewesen.

Zunächst haben wir es uns draußen rund um die große Feuerstelle bequem gemacht. Die Feuerstelle darf derzeit natürlich wegen der Waldbrandgefahr nicht genutzt werden. Doch dann mussten wir leider nach drinnen ausweichen, denn die Wespen verhinderten jede Lesungsatmosphäre.

Es war wirklich eine schöne Idee, Naturerlebnis und Lesung zu verbinden. Mir hat es Spaß gemacht – und ich glaube, den Zuhörerinnen und Zuhörern (und Lena-Frieda natürlich) ebenfalls.

Foto: Andrea Behnke