Lesung im Teehaus

Letzte Woche hatte ich eine Abend-Lesung aus „Die Verknöpften“ in dem schönen Teehaus in Bochum-Gerthe. Zu Gast waren Seniorinnen und Senioren, was ich sehr spannend fand. Sie empfanden das Buch nicht als Kinderbuch – sondern als „All Age“-Buch, wie man es heute nennt. Als Geschichte über die Shoah mit Kinderaugen, erzählt aus Kindersicht.

Das lange Gespräch nach der Lesung war sehr bereichernd. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Seniorenbüro Bochum-Nord und der Evangelischen Gemeinde Gerthe – vielen Dank dafür.

P.S.: Ausgeschrieben war die Lesung für Großeltern und ihre Enkelkinder. Dieses Konzept finde ich gerade bei dem Buch „Die Verknöpften“ sehr spannend. Vielleicht findet sich ein Veranstalter, der Lust hat, diese Idee umzusetzen. Das würde mich freuen.

Foto: Andrea Behnke

Lesung mit Heimvorteil

Gestern habe ich aus meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ gelesen – und zwar in der Buchhandlung Mirhoff-Fischer. Diese ist in „meinem Viertel“, es war daher eine besondere Lesung mit Heimvorteil. Einige der Gäste kannte ich daher auch, ich habe mich über alle Besucherinnen und Besucher gefreut. Im Mittelpunkt standen, wie es sich für eine Kinderroman-Lesung gehört, natürlich die Kinder.

Ich habe die Lesung sehr genossen, habe – wie immer bei Verknöpften-Lesungen – anhand von Bildern aus dem Buch und anhand von Originalfotografien die Geschichte der wahren Else Hirsch erzählt, die als Lehrerin der Jüdischen Schule in Bochum gearbeitet und die Kindertransporte aus Bochum mitorganisiert hat. In Bochum kennen die Menschen die Originalschauplätze, das macht die Geschichte noch eindringlicher.

Im Anschluss habe ich habe viele Schlüsselszenen aus dem Buch szenisch gelesen. Danach konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer mir Fragen stellen, so kamen wir noch ins Gespräch.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Sonderförderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen statt – ein Dankeschön für dieses Förderprogramm.

Foto: Birgit Ebbert – mit großem Danke dafür!

 

 

Kulturerlebniswanderung

„Das Glück im Kleinen finden“ – so lautete das Motto der Kulturerlebniswanderung am Sonntag für Kinder ab 8 Jahren am Forsthaus Haidberg. Das Naturerlebnishaus ist in Marl mitten in der Haard, einem großen Wald, gelegen. Dort stromerten die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag mit dem Leiter umher – und am späten Nachmittag gab es zum Abschluss eine Lesung mit mir.

Die Stadt Marl hatte sich das Buch „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ gewünscht – und das konnte passender nicht sein. Als ich auf dem Gelände auf mein Publikum wartete, dachte ich: Hier wäre Lena-Frieda, die Hauptfigur aus dem Buch, sicher auch gerne in ihrer Freizeit gewesen.

Zunächst haben wir es uns draußen rund um die große Feuerstelle bequem gemacht. Die Feuerstelle darf derzeit natürlich wegen der Waldbrandgefahr nicht genutzt werden. Doch dann mussten wir leider nach drinnen ausweichen, denn die Wespen verhinderten jede Lesungsatmosphäre.

Es war wirklich eine schöne Idee, Naturerlebnis und Lesung zu verbinden. Mir hat es Spaß gemacht – und ich glaube, den Zuhörerinnen und Zuhörern (und Lena-Frieda natürlich) ebenfalls.

Foto: Andrea Behnke

Fluchtgeschichten

Auf dem Bild signiere ich meinen Roman „Die Verknöpften“ – nach einer Schullesung aus „Flaschenpost in Sütterlin“ Anfang des Monats. Die Hälfte der Fünftklässlerinnen und Fünftklässler des Essener Gymnaiums, die bei der Lesung waren, hat „Die Verknöpften“ gerade als Schullektüre gelesen. Die beiden Bücher eint: Beide Kinderromane spielen (zumindest zum Teil) in der Zeit des Nationalsozialismus‘, in beiden Geschichten müssen Kinder fliehen. Doch bei den Verknöpften sind es jüdische Kinder: Minna, die mit ihren Eltern versucht, nach Amerika zu fliehen. Und Leon kommt auf den ersten Kindertransport, der Kinder von Bochum nach England in Sicherheit bringt. Sie gehören zu jenen Menschen, die grundlos diskriminiert, verfolgt, vertrieben wurden. Die ihre Heimat verließen, um dem Naziterror zu entkommen. Um zu überleben.

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Festival „Wagnis“

Ich habe mich gefreut, dass ich mit meinem Buch „Die Verknöpften“ eine Einladung nach Berlin hatte: Ich durfte bei den Autorenwochen „Wagnis – Kopfsprung in neue Geschichten“ lesen. Eingeladen hatte das Theater Morgenstern, ein wunderbares Theater in Berlin-Friedenau. Das Konzept, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters für die Autorenbegegnungen entwickelt haben, ist toll: Denn es können sich Gruppen für die Lesungen bewerben (aus Schule oder Kita, je nach Buch) – und dann gibt es eine theaterpädagogische Einführung rund um das Buchthema. So kommen die Kinder und Jugendlichen sehr gut vorbereitet in die Lesungen.

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