Lesungen bei den Talenttagen Ruhr

Stärken entdecken, sich ausprobieren, Neues kennenlernen: Darum geht es bei den Talenttagen Ruhr, die jedes Jahr nach den Sommerferien im Ruhrgebiet stattfinden. Die vielen Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche.

Nachdem ich im letzten Jahr wegen Termindopplungen leider nicht konnte, freue ich mich, in diesem Jahr mit dabei gewesen zu sein: mit acht Lesungen aus meinem Kinderroman „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“, erschienen im Südpol-Verlag.

Dieses Buch passt gut zu den Talenttagen, die unter anderem von der RAG-Stiftung gefördert werden: Denn Lena-Frieda geht ihren Weg, der nicht immer ganz einfach ist. Denn an der Schule sind die Obermagneten, die alles blöd finden, was Lena-Frieda liebt: zum Beispiel das Experimentieren. Lena-Frieda hat das Neugier-Gen von ihrer Oma Frieda geerbt, die als Biologin Fruchtfliegen erforscht hat. Die Oma ist zu einer Zeit groß geworden, in der es nicht selbstverständlich war, dass Mädchen etwas anderes lernen als Kochen und Handarbeiten.

Mit meinen Lesungen war ich unterwegs an drei Schulen in Dortmund, Recklinghausen und Essen: in zwei Gesamtschulen und in einer Grundschule. Schülerinnen und Schüler von der 4. bis zur 6. Klasse lernten Frieda und ihre Oma kennen und konnten mich mit Fragen zu meinem Beruf als Kinderbuchautorin löchern.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Lesungen aus ein- und demselben Buch sind. Wir haben uns viel unterhalten, über Mädchen und Jungen früher und heute, über Talente und Lieblingsfächer, über Freundschaft und Vermissen, über Identität … Jede Lesung war anders – und alle Veranstaltungen haben mir große Freude bereitet. Hier gibt es einen kleinen Bericht über die erste der acht Lesungen. Dort sieht man mich auch, wie ich durch das Klorollenfernrohr schaue, das Omas Freund ihr früher, als sie ein Mädchen war, gebastelt hat.

Foto: Andrea Behnke

 

Erstverkaufstag Blütenschwestern

Ab heute sind die „Blütenschwestern“ (Editon Pastorplatz) im Buchhandel erhältlich. Ich freue mich auf viele Leserinnen und Leser.

Die Entstehungsgeschichte dieses Kinderromans ist witzig. Denn sie begann auf Facebook. Ich habe Ende nämlich Ende 2019 nach einer Schreibwerkstatt eine Amaryllis geschenkt bekommen – die habe ich in jedem Stadium fotografiert und die Bilder bei Instagram und Facebook eingestellt. Einige der Fotos von damals sieht man auf dem Bild hier.

Zu einem Foto schrieb ich: „In meinem nächsten Leben werde ich Amaryllis-Fotografin.“ Daraufhin antwortete eine Kollegin, das sei ein toller Satz, wie der erste Satz in einem Roman („Meine Mutter war Amaryllis-Fotografin.“). Daraus geworden ist: „Meine Mutter ist Blumen-Fotografin“ – und die Geschichte nahm tatsächlich ihren Lauf.

In Lesungen kommt oft die Frage, wie die Ideen für meine Bücher entstehen. Manchmal so! Durch einen ersten Satz. Blumen spielen in dem Buch eine große Rolle – in Szene gesetzt hat sie Mele Brink.

Foto: Andrea Behnke

Blütenschwestern: Belegtag

Es ist schon ein paar Tage her, dass der Paketbote anschellte und mir ein Paket von der Edition Pastorplatz brachte: Belege meines neuen Kinderromans „Blütenschwestern“!

Belegtage sind immer besondere Tage. Es ist immer wieder aufregend, ein Buch das erste Mal in der Hand zu halten. Und dieses hier hat ein wunderschönes Cover, wie ich finde: bunt und poetisch zugleich, gezeichnet – ebenso wie die feinen Innen-Illus – von Mele Brink, die auch schon „Herr Bort, der Katzenschreck“ und „Den Bauch voller Töne“ bebildert hat.

Zu sehen sind die beiden Hauptfiguren: Lilja und Reni. Liljas Mutter ist Blumen-Fotografin, und da im Sommer so viel blüht, kann sie mit Lilja in den Ferien nicht wegfahren. Papa hat die Familie verlassen. Stattdessen zieht Reni, die Tochter einer Studienfreundin von Mama, für ein paar Wochen ein. Reni, die Lilja nicht kennt … und die sie auch gar nicht kennenlernen will. Da Reni eigentlich ganz nett ist, ist es gar nicht so einfach, sie nicht mögen.

Ein Roman für Kinder ab 7 Jahren über Eifersucht und andere Gefühle … und über eine aufblühende Freundschaft. Das Buch erscheint am Montag. Eine Leseprobe gibt es schon jetzt auf der Verlagsseite.

Andrea Behnke
Mit Illustrationen von Mele Brink
Blütenschwestern
Edition Pastorplatz, Aachen 2022

Foto: Andrea Behnke

Lesung mit Heimvorteil

Gestern habe ich aus meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ gelesen – und zwar in der Buchhandlung Mirhoff-Fischer. Diese ist in „meinem Viertel“, es war daher eine besondere Lesung mit Heimvorteil. Einige der Gäste kannte ich daher auch, ich habe mich über alle Besucherinnen und Besucher gefreut. Im Mittelpunkt standen, wie es sich für eine Kinderroman-Lesung gehört, natürlich die Kinder.

Ich habe die Lesung sehr genossen, habe – wie immer bei Verknöpften-Lesungen – anhand von Bildern aus dem Buch und anhand von Originalfotografien die Geschichte der wahren Else Hirsch erzählt, die als Lehrerin der Jüdischen Schule in Bochum gearbeitet und die Kindertransporte aus Bochum mitorganisiert hat. In Bochum kennen die Menschen die Originalschauplätze, das macht die Geschichte noch eindringlicher.

Im Anschluss habe ich habe viele Schlüsselszenen aus dem Buch szenisch gelesen. Danach konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer mir Fragen stellen, so kamen wir noch ins Gespräch.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Sonderförderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen statt – ein Dankeschön für dieses Förderprogramm.

Foto: Birgit Ebbert – mit großem Danke dafür!

 

 

Kulturerlebniswanderung

„Das Glück im Kleinen finden“ – so lautete das Motto der Kulturerlebniswanderung am Sonntag für Kinder ab 8 Jahren am Forsthaus Haidberg. Das Naturerlebnishaus ist in Marl mitten in der Haard, einem großen Wald, gelegen. Dort stromerten die Kinder und Jugendlichen am Nachmittag mit dem Leiter umher – und am späten Nachmittag gab es zum Abschluss eine Lesung mit mir.

Die Stadt Marl hatte sich das Buch „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ gewünscht – und das konnte passender nicht sein. Als ich auf dem Gelände auf mein Publikum wartete, dachte ich: Hier wäre Lena-Frieda, die Hauptfigur aus dem Buch, sicher auch gerne in ihrer Freizeit gewesen.

Zunächst haben wir es uns draußen rund um die große Feuerstelle bequem gemacht. Die Feuerstelle darf derzeit natürlich wegen der Waldbrandgefahr nicht genutzt werden. Doch dann mussten wir leider nach drinnen ausweichen, denn die Wespen verhinderten jede Lesungsatmosphäre.

Es war wirklich eine schöne Idee, Naturerlebnis und Lesung zu verbinden. Mir hat es Spaß gemacht – und ich glaube, den Zuhörerinnen und Zuhörern (und Lena-Frieda natürlich) ebenfalls.

Foto: Andrea Behnke