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Kinderbuchmatinee – Ruhrautor*innen

17 Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren im stadt.bau.raum in Gelsenkirchen auf der Bühne: Die Kinderbuchmatinee am Sonntag war ein schönes Erlebnis, und ich war dabei.

2018 habe ich mich dem Bundeskongress Kinderbuch angeschlossen und mitbekommen, dass sich an allen Flüssen Deutschlands regionale Netzwerke von Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren bildeten. Da dachte ich mir: Das muss doch an der Ruhr auch möglich sein. Ich recherchierte, mailte, organisierte … und im Januar 2019 trafen sich erstmals rund 15 Kolleginnen und Kollegen hier in Bochum. Das war die Geburtsstunde der Ruhrautor*innen.

Im letzten Jahr kam der Gedanke, dass wir uns auch mal der Öffentlichkeit vorstellen sollten. Meine Essener Kollegin Kathrin Schrocke war auf einer kleinen Kinderbuchmesse der Mainautoren, die ihr gut gefallen hat. Dieses Veranstaltungskonzept wandelten wir ab – und durch einen Kontakt zum Literaturbüro Ruhr hatten wir dankenswerter Weise einen tollen Partner im Boot, der Lust hatte, die Veranstaltung mit uns durchzuführen.

… und so trafen wir uns am Sonntag – unter Corona-Hygiene-Rahmenbedingungen – mit potenziellen Lesungsveranstaltern und Bloggerinnen. Jeder und jede von uns präsentierte eine dreiminütige Schnipsellesung aus einem aktuellen Buch. Ich habe meine Neuerscheinung „Den Bauch voller Töne“ gewählt, und da durften ein paar Blockflötentöne nicht fehlen. Moderiert hat Anja Bergmann vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels NRW.

Drei Minuten Zeit, das klingt sehr wenig, aber man bekommt tatsächlich gut mit, wie jemand seine Lesung gestaltet. Ich fand es auf jeden Fall sehr spannend, meine Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne zu erleben.

Logo: Jörg Hilbert
Foto: Anna-Lisa Konrad

Positive Erwähnung

Große Rattenfreude: Mein Bilderbuch „Was ist nur mit Opa los?“ hat die Auszeichnung „Positive Erwähnung“ vom Kimi-Siegel für Vielfalt bekommen. Das freut mich sehr.

Vielfalt in meinen Büchern zu zeigen, ist mir ein wichtiges Anliegen: Da geht es um Flucht, um Alt und Jung, um Mädchen, die ihren eigenen Weg gehen, es geht darum, dass Menschen Sichtweisen ändern …

Und in meinem rattigen Bilderbuch, wundervoll bebildert von Dorothea Kraft und erschienen im Südpol-Verlag geht es um Opa, der denkt, er gehöre nicht mehr dazu, weil er nicht mehr alles mitmachen kann. Doch da hat er nicht mit seiner Familie – und vor allem nicht mit Rattenkind gerechnet.

Hier geht’s zur „Positiven Erwähnung“. Und hier kann man die Bücher mit Kimi-Siegel bewundern.

Konfliktspiele in Portugal

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Ein bisschen aufregend war es schon: Denn was fische ich heute aus dem Briefkasten? Zwei Belege des meines Buches „Die 50 besten Spiele zum Umgang mit Konflikten“ auf Portugiesisch, es wurde eine Lizenz an einen portugiesischenVerlag verkauft.

Das Büchlein, erschienen im DonBosco-Verlag, ist einer meiner Long- und Bestseller. Ich kann gar nicht sagen, die wievielte Auflage gerade am Markt ist. Jedenfalls sind sehr viele Bücher verkauft worden. Jetzt können also auch Menschen in Portugal, die einen Beruf mir Kindern haben, mit dem Buch arbeiten und hoffentlich Spaß damit haben.

Foto: Andrea Behnke

Bochumer Bankgeheimnis

Zu jeder Bank gehört eine Geschichte: In Bochum haben Autorinnen und Autoren Geschichten geschrieben, die man beim Verweilen auf öffentlichen Bänken hören kann.  Geschichten, die zu dem jeweiligen Ort passen. Das ist das Bochumer Bankgeheimnis, ein Projekt des Kemnader Kreises. Meine Geschichte „Blechdose“ ist auch dabei. Sie gehört zur Bank am Springerplatz und wurde professionell vertont. Es geht um einen alten Mann, um einen Jungen, um Fußball … und um ein Taschentuch. Eine Hörprobe gibt es online.

Foto: Andrea Behnke

Schreibland-Schreibwerkstatt

Gestern ist meine Schreibwoche mit Kindern zwischen 10 und 12 Jahren zu Ende gegangen. Es waren acht Mädchen, die mit mir in der Stadtbücherei Bochum-Querenburg in „Fremde Welten“ eingetaucht sind. Da gab es eine Bandengeschichte mit Krimiflair, magische Schulen und weiße Räume, Forscherinnen, wachsende Zwerge und viele Roboter.

Die Schreibwerkstatt wurde ermöglicht durch das Programm „Schreibland NRW“. Dass die Woche wirklich vor Ort stattfinden konnte, war keine Selbstverständlichkeit: Corona macht derzeit vielen Präsenzveranstaltungen einen Strich durch die Rechnung. Diese Werkstatt konnte dank eines Hygienekonzepts durchgeführt werden – und die Mädchen haben sich an alle Auflagen ganz toll gehalten. Etliche Sachen, die ich sonst in Schreibwerkstätten mache, waren zwar nicht möglich. Aber die Kinder und auch ich haben es sehr genossen, „in echt“ zusammen schreiben zu können.

Es waren viele sehr schreibbegeisterte Kinder dabei, die Seite um Seite füllten und an langen Projekten arbeiteten. Das ist wunderbar! Noch mehr freut es mich immer, wenn Kinder, die daheim noch nie geschrieben haben, plötzlich ganz fantasievolle Geschichten zu Papier bringen. Auch das gab es in dieser letzten Ferienwoche.

Foto: Andrea Behnke

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