Radiogeschichte im Deutschlandfunkkultur

Neujahr wurde eine neue Hörgeschichte von mir gesendet: und zwar in der Kindersendung „Kakadu für Frühaufsteher“ im Deutschlandfunk Kultur. Sie heißt „Rieke, Nathan und die 28 Zwerge“, stimmungsvoll gelesen von Julischka Eichel und wunderbar produziert von Stefanie Lazai.

Rieke und Nathan fahren nicht in den Urlaub … Als Mama erzählt, dass die Familie aber in den Schrebergarten der Nachbarin gehen könne, hält sich die Begeisterung in Grenzen.

Doch dann werden die Ferien märchenhaft und spannend. Was mit ziemlich vielen Zwergen, der seltsamen Frau Graulich und der Amselfrau zu tun hat … Und mit verbotenen Ausflügen ins Wäldchen.

Ich wollte schon immer eine Geschichte schreiben, die in einem Kleingarten spielt – und jetzt war es endlich soweit. Die Geschichte kann noch online nachgehört werden, auf der Seite des Kakadu.

Foto: Andrea Behnke

Drei auf einen Streich

… oder auf einem Foto: Hier sind meine drei Neuerscheinungen aus dem letzten Jahr: der Roman „Die Verknöpften“, die Schullektüre „Wer ist eigentlich Angela Merkel?“ (für Deutschlernende) und das Kinderfachbuch / Bilderbuch „Fell liebt Federn“. Erschienen ist noch mehr von mir: zum Beispiel zwei Ohrenbären, sechs Porträts über bedeutende Frauen aus Bochum, Unterrichtsmaterialien für Politik … Danke an meine Verlage und an meine anderen Auftraggeber/innen, all die Buchmenschen, die Möglichmacher/innen in diesen Corona-Zeiten. Buchhändler/innen, die aus dem Fenster heraus verkauften, Bibliothekar/innen, die Bücherkörbe packten … Und an all die vielen Unermüdlichen, die trotz allem Workshops und Lesungen planten. Echte Begegnungen, so wertvoll wie nie zuvor! Danke an die wunderbaren Gespräche mit den Kindern (und Erwachsenen) in meinen Veranstaltungen. Was wäre eine Autorin ohne Leser/innen?

Und noch ein Dankeschön: an meine Kolleg/innen und Wegbegleiter/innen. Der Austausch ist mir wichtig! Es war ein besonderes Jahr, und auch eines, das tatsächlich „zwischen den Jahren“ eine richtige Erholungspause brauchte.

Foto: Andrea Behnke

Neuer Ohrenbär

Es gibt einen neuen Ohrenbären von mir! Er ist in der letzten Woche im RBB Kultur und auf NDR Info Spezial gelaufen. Die dreiteilige Geschichte für Kinder heißt „Das Was-schön-war-Buch“, gelesen hat sie Thomas Ahrens, ganz wunderbar.

In der Geschichte geht es um Keno, der noch nicht so richtig in der ersten Klasse gelandet ist. Die Buchstaben und Zahlen in seinem Ranzen wiegen so viel wie Milchtüten. Und seine Kindergartenfreunde sind weit weg – zumindest sind sie nicht auf seiner Grundschule … Da hat Papa die Idee mit dem „Was-schön-war-Buch“. Denn er ist sicher, dass jeden Tag irgendetwas Schönes passiert, und sei es noch so klein.

Tatsächlich scheint das mit diesem Buch auch zu funktionieren, bis zu dem Tag, an dem Kenos kleine Schwester ins Krankenhaus kommt. Kann an so einem Tag irgendetwas schön sein?

Die Geschichte kann man hier online nachhören.

Foto: Andrea Behnke

9. November

Die Reichspogromnacht. Jene unvorstellbare Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der Nazis jüdische Geschäfte und jüdische Einrichtungen zerstörten und ausplünderten und in der die Synagogen in Brand gesteckt wurden.

Diese Nacht kommt auch in meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ vor. Liselotte kauert hinter dem Vorhang des Stoffgeschäfts ihrer Eltern und bekommt alles mit.

Ein kleiner Auszug aus dem Kapitel:

„… Papa wirkt klein und dünn. Und viel älter als noch am Abend. Tiefe Falten zerfurchen sein Gesicht. Er schiebt sich die Haare, die ihm in die Augen gefallen sind, zurück. Dann legt er dem Mann beruhigend die Hand auf den Arm.

‚Verdammter Jude! Pack mich nicht an!‘, brüllt der Mann los.
Er schiebt Papas Hand weg und spuckt auf den Jackenärmel. So, als wollte er Papas Berührung wegwischen.

Mama zieht Papa zurück. Sie bleibt stumm. Wie die Anziehpuppe, die als schweigende Zeugin in der Ecke steht.“

Wir müssen wachsam bleiben. Auch heute, im Jahr 2021.

Illustration: Inbal Leitner

700 Jahre – 700 Frauen

Schon lange schreibe ich für die Stadt Bochum, für die einstige Gleichstellungsstelle (jetzt Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion) Porträts über Bochumer Frauen, die in Bochum etwas bewegt haben oder bewegen. In der Reihe über historische Persönlichkeiten bin ich seinerzeit auch auf Else Hirsch gestoßen, die Lehrerin der Jüdischen Schule, die jetzt Vorbild für eine der Hauptfiguren in meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ geworden ist.

Immer wieder durfte ich historische und zeitgenössische Frauen porträtieren, immer wieder habe ich Frauen „von heute“ interviewt. In diesem Jahr sind sechs neue Porträts auf der Homepage der Stadt Bochum veröffentlicht worden – anlässlich des 700-jährigen Stadtjubiläums. Darunter sind drei Bürgermeisterinnen, die Erste Vizepräsidentin des Landtags, eine Psychologin, die sich um den Kinderschutz verdient macht und eine Radio-Chefredakteurin.
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