Neuer Ohrenbär

Es gibt einen neuen Ohrenbären von mir! Er ist in der letzten Woche im RBB Kultur und auf NDR Info Spezial gelaufen. Die dreiteilige Geschichte für Kinder heißt „Das Was-schön-war-Buch“, gelesen hat sie Thomas Ahrens, ganz wunderbar.

In der Geschichte geht es um Keno, der noch nicht so richtig in der ersten Klasse gelandet ist. Die Buchstaben und Zahlen in seinem Ranzen wiegen so viel wie Milchtüten. Und seine Kindergartenfreunde sind weit weg – zumindest sind sie nicht auf seiner Grundschule … Da hat Papa die Idee mit dem „Was-schön-war-Buch“. Denn er ist sicher, dass jeden Tag irgendetwas Schönes passiert, und sei es noch so klein.

Tatsächlich scheint das mit diesem Buch auch zu funktionieren, bis zu dem Tag, an dem Kenos kleine Schwester ins Krankenhaus kommt. Kann an so einem Tag irgendetwas schön sein?

Die Geschichte kann man hier online nachhören.

Foto: Andrea Behnke

9. November

Die Reichspogromnacht. Jene unvorstellbare Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der Nazis jüdische Geschäfte und jüdische Einrichtungen zerstörten und ausplünderten und in der die Synagogen in Brand gesteckt wurden.

Diese Nacht kommt auch in meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ vor. Liselotte kauert hinter dem Vorhang des Stoffgeschäfts ihrer Eltern und bekommt alles mit.

Ein kleiner Auszug aus dem Kapitel:

„… Papa wirkt klein und dünn. Und viel älter als noch am Abend. Tiefe Falten zerfurchen sein Gesicht. Er schiebt sich die Haare, die ihm in die Augen gefallen sind, zurück. Dann legt er dem Mann beruhigend die Hand auf den Arm.

‚Verdammter Jude! Pack mich nicht an!‘, brüllt der Mann los.
Er schiebt Papas Hand weg und spuckt auf den Jackenärmel. So, als wollte er Papas Berührung wegwischen.

Mama zieht Papa zurück. Sie bleibt stumm. Wie die Anziehpuppe, die als schweigende Zeugin in der Ecke steht.“

Wir müssen wachsam bleiben. Auch heute, im Jahr 2021.

Illustration: Inbal Leitner

700 Jahre – 700 Frauen

Schon lange schreibe ich für die Stadt Bochum, für die einstige Gleichstellungsstelle (jetzt Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion) Porträts über Bochumer Frauen, die in Bochum etwas bewegt haben oder bewegen. In der Reihe über historische Persönlichkeiten bin ich seinerzeit auch auf Else Hirsch gestoßen, die Lehrerin der Jüdischen Schule, die jetzt Vorbild für eine der Hauptfiguren in meinem Kinderroman „Die Verknöpften“ geworden ist.

Immer wieder durfte ich historische und zeitgenössische Frauen porträtieren, immer wieder habe ich Frauen „von heute“ interviewt. In diesem Jahr sind sechs neue Porträts auf der Homepage der Stadt Bochum veröffentlicht worden – anlässlich des 700-jährigen Stadtjubiläums. Darunter sind drei Bürgermeisterinnen, die Erste Vizepräsidentin des Landtags, eine Psychologin, die sich um den Kinderschutz verdient macht und eine Radio-Chefredakteurin.

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Fell liebt Federn

Gerade kam ich von einer Lesereise zurück – und da wartete schon ein Paket auf mich: ein Paket mit Belegexemplaren. Das sind die schönsten Pakete! Meine Neuerscheinung heißt „Fell liebt Federn“ und ist wunderschön illustriert von Judith Loske.

Es ist ein Bilderbuch mit einem Fachteil, das in der Reihe „Kinderfachbücher“ des Mabuse-Verlags erschienen ist.

Besonders geeignet sind diese Bücher, die soziale, psychologische und medizinische Themen behandeln, für den Einsatz in Gruppen, zum Beispiel in der Kita, in der Schule oder in der OGS. Aber natürlich kann man das Buch auch daheim anschauen und lesen.

Wie der Untertitel „Ein Kinderfachbuch über die Vielfalt in der Liebe“ schon sagt, geht es in dem Buch um allerlei Liebe und Freundschaft und um Zivilcourage.

Oura ist eine Eichhörnchenfrau, die ziemlich verliebt ist: in Paro, den Meisenmann. Was die anderen Tiere nicht verstehen können. Kann das gut gehen? Fell und Federn, Klettern und Fliegen, einfarbig und bunt – die Tiere schauen nur auf die Unterschiede. Bis das kleinste aller Tiere seine Stimme erhebt …

Andrea Behnke / Judith Loske
Fell liebt Federn
Mabuse 2021

Foto: Andrea Behnke

Neuauflage

Gerade ist die 3. aktualisierte Auflage meines Bandes „Ausbildung und Beruf“ der Reihe „So einfach funktioniert Deutschland“ erschienen. Die Reihe richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die noch nicht so lange in Deutschland sind. Eingesetzt werden die Materialien zum Beispiel in Internationalen Klassen. Zwei der Bände sind von mir. Dieses Mal stand eine größere Überarbeitung an, weil der Langenscheidt-Verlag nicht mehr als Kooperationspartner dabei ist. Erschienen ist das Buch im Bildungsverlag Eins / Westermann.

Foto: Andrea Behnke