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Literatour100

Übermorgen steigt das große Literaturfestival im Ruhrgebiet: Bei Literatour100 gibt es 42 Veranstaltungen mit 29 Künstlerinnen und Künstlern an 26 Orten, organisiert vom Literaturbüro Ruhr.

Auch ich werde unterwegs sein: Morgens um 11 Uhr lese ich in der Stadtbibliothek Witten und am Nachmittag um 15 Uhr in der Henrichshütte in Hattingen. Im Gepäck habe ich meinen Kinderroman „Die Verknöpften“.

Mehr Infos zu allen Veranstaltungen gibt es auf der Seite des Literaturgebiets. Wegen der Corona-Auflagen sind zumeist Anmeldungen erforderlich. Ich freue mich auf die Begegnungen!

Foto: Andrea Behnke

 

Lektüre erschienen

Belegexemplar-Tag! Gestern trudelten die Exemplare meiner neuen Schullektüre ein: „Wer ist eigentlich Angela Merkel?“ heißt das Buch, das im Klett-Verlag erschienen ist. Es ist Teil einer neuen Reihe, in der es um historische und zeitgenössische Persönlichkeiten aus Deutschland geht.

Die Reihe richtet sich an jugendliche Deutschlernende und junge Menschen, die aus anderen Gründen nicht so gut lesen können. Dass ich über die (noch amtierende) Bundeskanzlerin schreiben durfte, passte besonders gut. Denn als Politikwissenschaftlerin interessiert sie mich natürlich.

Die Lektüre ist in drei Teile unterteilt: in Leben, Werk und Wirkung. Bezogen auf mein Buch heißt das: Im ersten Teil geht es um die Biografie von Angela Merkel. Im zweiten Teil steht ihr politisches Wirken als Ministerin, Parteivorsitzende und später als Kanzlerin im Vordergrund. Und im dritten Teil gehe ich auf das Thema Frauen in Politik und Wirtschaft ein.

Diese Themen – unter anderem die „hohe Politik“ – in Einfache Sprache zu packen, war an manchen Stellen durchaus eine Herausforderung. Das Buch ist auf dem Sprachniveau A2 / B1 – da ist schon einiges möglich, aber es muss dennoch noch auf einer leicht lesbaren Sprachebene geschrieben werden.

Beim Schreiben des Buches habe ich oft gedacht, dass Frau Merkel sich ihr letztes Jahr als Kanzlerin sicher anders vorgestellt hat. Und dann kam erst die Corona-Pandemie – und jetzt auch noch die Flutkatastrophe …

Foto: Andrea Behnke

Mein erster Ohrenbär

Premiere: Ich habe schon viele Geschichten für den Hörfunk geschrieben, zum Beispiel für den Kakadu im Deutschlandfunk oder für den (leider eingestellten) Spielraum im SWR. Doch diese Woche kommt mein erster Ohrenbär. Gestern wurde er schon in voller Länge im RRB Kultur gesendet, und jetzt laufen die Folgen abends im NDR Info. Die fünfteilige Geschichte heißt „Jakob und die Frau im Zelt“. Die Schauspielerin Eva Weißendorn hat sie wunderbar eingelesen.

Als Autorin wird man häufig gefragt, woher man die Ideen für Geschichten hat. Die Idee zu Änne aus dem Zelt, die neben Jakob die Hauptrolle spielt, flog mich vor zwei Jahren im Urlaub an, in Südengland. Auf der Promenade zelteten nämlich häufig obdachlose Menschen. Sie hatten neben den Bänken ihre kleinen Zelte stehen, in denen sie übernachteten. Dieses Bild ließ mich lange nicht los – dann habe ich die Geschichte geschrieben und überlegt, für welches Format sie geeignet sein könnte. Ich habe sie der Ohrenbär-Redaktion angeboten und mich gefreut, dass sie zugesagt hat.

In der Geschichte geht es um Jakob, der an der Ostsee mit seinen Eltern Wohnwagen-Ferien macht. Morgens trainiert er im Ferienzirkus. Auf dem Rückweg, den er schon alleine mit dem Einrad zurücklegen darf, entdeckt er ein kirschrotes Zelt auf der Promenade. Die Frau, die er dort trifft, zieht ihn magisch an. Es ist Änne, die ein Geheimnis hat. Denn sie macht keinen Urlaub, sondern sie wohnt im Zelt. Nach und nach nähern sich die beiden an und Jakob kommt hinter Ännes Geschichte …

Foto: Andrea Behnke

Schreibworkshop „Jüdisch hier“

Als die Anfrage kam, ob ich einen Schreibworkshop im Rahmen des Projektes „Jüdisch hier – mediale Spurensuche in Westfalen“ des LWL-Medienzentrums leiten möchte, habe ich mich sehr gefreut. Passt das Thema doch wunderbar zu meinem Buch „Die Verknöpften“.

An dem LWL-Projekt nehmen viele Schulen mit ganz unterschiedlichen Ideen teil. Ich durfte die Schülerinnen und Schüler des Comenius Berufskollegs Witten dabei unterstützen, ein Bilderbuch zur Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum – Hattingen – Herne zu schreiben. Denn das hatte sich der Projektkurs der angehenden Erzieherinnen und Erzieher vorgenommen.

Zwei Sitzungen wurden über den Friedrich-Bödecker-Kreis NRW finanziert. Die erste lief online über Zoom – bei diesem Online-Treffen haben wir gemeinsam ein Rahmenkonzept für das Buch samt Seitenaufriss und Unterthemen erarbeitet. Zudem haben wir uns Gedanken über eine Rahmengeschichte gemacht. Außerdem habe ich einiges übers Büchermachen erzählt: Welche Arbeitsschritte gibt es von der Idee bis zum Druck?

Zur zweiten Sitzung, die einen Monat später war, konnte ich dann glücklicherweise nach Witten fahren und habe die Schreibenden und ihre Lehrerin persönlich kennengelernt. Dort ging es dann ums „Schreiben für Kinder“ – es gab schon erste Texte, die wir gemeinsam überarbeitet haben.

Jetzt arbeiten die Schülerinnen und Schüler alleine weiter – und ich bin schon sehr gespannt auf das Buch, das sicher toll wird.

Foto: Andrea Behnke

Lesungen – endlich wieder

Corona … ihr wisst schon … Lange waren Lesungen nur online möglich.So hatte ich zum Beispiel eine sehr schöne Premierenlesung aus meinem neuen Kinderroman „Die Verknöpften“. Organisiert hatte die Veranstaltung die Integrationsagentur ZIVA der Jüdischen Gemeinde Bochum – Herne- Hattingen.

Letzte Woche Donnerstag konnte ich endlich wieder vor Live-Publikum lesen – das erste Mal seit Ende November. Ich war in Essen in der Kita Barchemhöhe und hatte zwei Lesungen vor Vorschulkindern aus „Herr Bort, der Katzenschreck“. Draußen – im Rahmen des eigentlich abgesagten Festivals „Borbecker Buch- und Kulturtage“. Sogar Flöte konnte ich spielen, da der Abstand zu den Kinder groß genug war. Die Lesungen taten mir wirklich gut.

Übermorgen geht es dann mit „Den Bauch voller Töne“ an die Don-Bosco-Grundschule in Bochum. Diese Lesung wird netterweise von der Büchermesse „Buch Berlin Kids“ über das Programm „Neustart Kultur“ des Bundes finanziert. Und im August geht es dann weiter, u.a. mit Lesungen aus „Die Verknöpften“. Doch dazu dann später mehr!

Foto: Andrea Behnke

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