2020 …

„Gute Vorsätze“ sind ja immer so eine Sache, da halte ich mich meist ein wenig zurück … Aber Wünsche und Pläne habe ich durchaus. Es ist gut, Wünsche zu haben, finde ich – denn sie leiten einen.

Mein größter Wunsch ist: dass ich am Ende dieses Jahres nicht so kaputt bin wie im letzten Jahr. Das Jahr war anstrengend, nicht nur beruflich, sondern gerade auch wegen Dingen, die neben dem Beruf passierten. Daher spule ich ein bisschen zurück, innerlich, und möchte den Weg weitergehen, den ich mir schon für 2019  vorgenommen habe: 2019 habe ich einige journalistische und Sachtext-Kunden auf Eis gelegt, um mich vor allem dem (literarischen) Schreiben für Kinder zu widmen.

Zudem habe ich meine Arbeit als Schreibgruppenleiterin wieder aufgenommen. Auch für dieses Jahr stehen schon Schreibwerkstätten und auch Lesungen fest – beides möchte ich ausbauen. Ich arbeite auch an neuen Formaten, ich habe einige Ideen, die ich ausarbeiten möchte. Gerne arbeite ich auch mit Kindern, die nicht zu Hause mit Büchern großwerden oder die Schwierigkeiten mit dem Schreiben haben.

Zwei Buchideen möchte ich realisieren und dafür einen Verlag finden. Ein Herzensbuch, das ich in diesem Jahr geschrieben habe, ist bei Verlagen in der Prüfungen – da können ein paar Daumen nicht schaden … Und ich habe zwei Ideen für Kindersachbücher. Die Lektorin eines Verlags habe ich auf der Messe in Frankfurt getroffen. Sie fand die Ideen gut und schlägt sie nun in der Lektoratsrunde vor. Mal schauen … Ich möchte verstärkt Sachthemen mit Geschichten verbinden.

Im April wird es eine Premiere geben: Eine Kindergeschichte von mir wird im Deutschlandfunk laufen. Ohnehin werde ich schauen, was ich jenseits des Buchmarkts mit meinen Geschichten-Ideen anstellen kann. Gerade auch für meine kürzeren Geschichten überlege ich noch …

Und gerne würde ich gerne mit anderen etwas zusammen auf die Beine stellen: Das Netzwerk der Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren im Ruhrgebiet, das ich gegründet habe, ist ein Anfang. Wir planen zusammen mit dem Literaturbüro Ruhr eine Veranstaltung – ich hoffe, dass sich mehr entwickelt.

Was mir gut tut: neben dem Beruf kreativ zu sein. So habe ich 2019 wieder begonnen zu zeichnen, eine Fortbildung im visuellen Erzählen im Figurentheater-Kolleg hat mich sehr beflügelt.Jetzt mache ich bei einer Online Class von Carla Sonheim zu „Word and Pictures“ mit, die mich das gesamte Jahr begleiten wird. Mal schauen, wohin mich das führen wird.

Außerdem bleibt die Musik wichtig für mich – ich habe im Herbst wieder bei den „Klezmerwelten“ mitgemacht, die immer noch in mir nachklingen.  Und ich lerne ein weiteres Instrument: die Querflöte. Das Spiel auf den Blockflöten habe ich inzwischen auch in meine Lesungen eingebaut. Überhaupt wird 2020 ein musikalisches Jahr, auch beruflich (mehr darf ich allerdings erst im Herbst verraten …).  Kurzum: Die Zeit für Kreativität neben dem Schreiben möchte ich mir auch 2020 nehmen. Denn sie tut mir und auch meiner Arbeit sehr gut!

Nun wünsche ich Ihnen und euch ein wundervolles neues Jahr!

Foto: Andrea Behnke

Silvester 2019

In diesem Jahr habe ich den Rückblick lange vor mir hergeschoben: Es gab bessere Jahre – und das meine ich nicht beruflich. Denn beruflich hat sich viel Schönes getan.

Daher habe ich dieses Kirmes-Bild mit Bedacht gewählt: um auf die bunten Momente zurückzublicken!

Neuerscheinungen

2019 wollte ich mich noch mehr auf meine Kinderbücher und Geschichtenaufträge konzentrieren. Das ist mir  gelungen: Es sind drei ganz unterschiedliche Bilderbücher erschienen, die ich alle sehr mag (in der Reihenfolge der Erscheinungstermine: „Ein Hase will zum Zirkus“, „Herr Bort, der Katzenschreck“ und „Was ist nur mit Opa los?“). Zudem wurde mein zweiter Kinderroman veröffentlicht: „Flaschenpost in Sütterlin“, womit ich mir bewiesen habe: Ich kann wirklich auch lange Bücher schreiben. Dann kam noch ein Puzzlebuch, das ich selbst noch nicht gesehen habe; die Belege sind noch auf dem Weg.

Werkstätten und Lesungen

Zudem habe ich in diesem Jahr wieder richtig begonnen, Schreibwerkstätten zu halten. Das lag ein wenig brach in den letzten Jahren, früher habe ich viel unterrichtet und aus dem Grund auch das Zusatzstudium zur Schreibberaterin an der PH Freiburg absolviert. Diese Arbeit hat mir gefehlt: Ich mag die Arbeit mit Kindern sehr, gerade auch die inklusive Arbeit. Außerdem gab es mein erstes intergeneratives Schreibprojekt mit Senioren und Kindern, ebenfalls eine wunderbare Erfahrung.

Netzwerk

Zu guter Letzt hat mich ein „berufliches Ehrenamt“ mit Beschlag belegt: Ich bin seit geraumer Zeit im Bundeskongress Kinderbuch aktiv und war in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem großen Bundestreffen auf der Buchmesse in Frankfurt. Denn ich habe Anfang des Jahres ein Netzwerk von Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren im Ruhrgebiet aufgebaut. Das war doch recht viel Arbeit, aber: Es hat sich gelohnt! Alle zwei Monate treffen wir uns nun, ich habe viele tolle Kolleg/innen kennengelernt – erste gemeinsame Aktivitäten sind schon in der Planung.

Mit meinen laufenden Aufträgen – u.a. für Schulbuchverlage – war es ein volles Jahr. Eins mit schönen Begegnungen. Danke dafür!

Foto: Andrea Behnke

Die Ratten kommen

Es ist immer ein Fest, Belegexemplare auspacken zu können. Auf dieses Bilderbuch vom Südpol Verlag habe ich schon sehnsüchtig gewartet. „Was ist nur mit Opa los?“ heißt es und die Hauptfiguren sind … Ratten. Man kann diese Tierchen mögen oder nicht: DIESE Ratten sind auf jeden Fall ganz bezaubernd gezeichnet von Dorothea Kraft.

Im Mittelpunkt steht Rattenopa, der nichts mehr will: nicht mehr nagen, nicht mehr fressen, nicht mehr in den Nachbarkeller gehen. Er fühlt sich nutzlos und möchte nur noch schlafen. Doch da hat er nicht mit seiner Familie gerechnet – und vor allem nicht mit Rattenkind. Denn das lässt sich allerhand einfallen, um Opa zurück ins Leben zu holen. Und dann passiert noch ein kleines Wunder …
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Zweite Auflage

Mein Kinderroman „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ geht in die zweite Auflage – nach einem halben Jahr. Das ist kein kleines, sondern ein großes Autorinnenglück.

Denn zweite Auflagen sind bei den vielen Neuerscheinungen heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.Viel zu oft gehen gute Bücher unter.

Noch mehr freut es mich, dass gerade so ein eher leises Buch viele Leserinnen und Leser findet. Danke!

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