Zweite Auflage

Mein Kinderroman „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ geht in die zweite Auflage – nach einem halben Jahr. Das ist kein kleines, sondern ein großes Autorinnenglück.

Denn zweite Auflagen sind bei den vielen Neuerscheinungen heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.Viel zu oft gehen gute Bücher unter.

Noch mehr freut es mich, dass gerade so ein eher leises Buch viele Leserinnen und Leser findet. Danke!

Manege frei für Rodeo

Mein Osterbilderbuch ist da! Endlich ist Weihnachten weit genug weg und ich darf Rodeo zeigen. Das Wetter ist zwar nicht frühlingshaft, aber vor dem Schnee kommt das farbenfrohe Buch doch gut zur Geltung, oder?

Rodeo ist ein Osterhase – doch lieber wäre er Zirkushase. Denn direkt vor seinem Arbeitsplatz steht ein Zirkuszelt. Alle Tiere dürfen Kunststücke proben. Nur er muss malen. Darauf hat er gar keine Lust. Doch Rodeo ist kein Akrobat. Und was kann er schon, außer Eier zu verschönern? Manchmal kommt es anders, als man denkt. Vor allem, wenn man sich mit einem Hamstermädchen anfreundet. Eine Geschichte über Sehnsüchte, Freundschaft, eigene Talente und das Voneinanderlernen.

Nina Hammerle hat das Buch wunderbar bebildert. Gerade konnte ich die Belegexemplare auspacken und freue mich. Erschienen ist das Buch bei Kizz im Herder Verlag. Hier kann man hineinblättern.

Andrea Behnke / Nina Hammerle
Ein Hase will zum Zirkus
Kizz 2019

Foto: Andrea Behnke

Flaschenpost

„Flaschenpost in Sütterlin“ – so heißt mein neues Kinderbuch, das bei Hase und Igel erschienen ist. Es richtet sich an Kinder ab 9 Jahren und ist gerade auch als Schullektüre gedacht.

In dem Roman findet Evi, die gerade erst an die Ostsee gezogen ist und ihr altes Zuhause vermisst, eine Flaschenpost aus dem Jahr 1947. Darin schreibt Irmgard in Sütterlin an ihre Freundin Elli, die sie auf der Flucht aus Ostpreußen aus den Augen verloren hat. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden Lina und Jonathan spürt Evi die Absenderin der Flaschenpost auf. Nach und nach werden die zwei Biografien – Evis und Irmgards – verwoben.

Die „Flaschenpost“ gab es zunächst als Kurzgeschichte, die im SWR als Klappstuhllesung inszeniert wurde. Das Thema ließ mich jedoch nicht mehr los. Denn die Geschichte von Irmgard beinhaltet ein Stück Familiengeschichte. Auch meine Oma war eine von rund 14 Millionen Deutschen, die Ende 1944 /45 ihre Heimat verlassen musste. Sie kam aus Schlesien.

Geschichte einer Flucht

Also kam mir die Idee, die Geschichte über die damalige Flucht und Vertreibung weiterzurecherchieren und weiterzuschreiben, es kam ganz viel hinzu: weitere Kinder, ein Uropa, viele Ereignisse und viele, viele Seiten, die ich geschrieben habe.

Meine Oma hat, anders als Irmgard in dem Buch, nie etwas erzählt von der Flucht. Sie schien eine Kammer in ihrem Herzen zu haben, in der die Erlebnisse fest verschlossen waren. Diese Kammer wollte sie nicht mehr öffnen. So hat sie ihre Erfahrungen mit ins Grab genommen.

Ein bisschen war es so, als ob ich beim Schreiben auf den Spuren meiner Oma wandelte. Ob es meiner Oma tatsächlich wie Irmgard ergangen ist, werde ich leider nicht mehr erfahren. Ich hätte so viele Fragen an sie, die ich nicht gestellt habe.

Andrea Behnke
Flaschenpost in Sütterlin
Hase und Igel, 2019

Das Titelbild und die Innenillus sind von Petra Dorkenwald.

Mehr zu dem Buch gibt es auf der Verlagsseite.

Foto: Andrea Behnke

Vorlesebücher zum Vorlesetag

Pünktlich zum Bundesweiten Vorlesetag am Freitag gibt es eine Neuauflage zweier Vorlesebücher von mir. Ab Donnerstag gibt es „Ich trau mich jetzt – Meine Mutmachgeschichten“ und „Zur guten Nacht – Minutengeschichten“ bei Aldi-Süd und ab nächstem Donnerstag bei Aldi-Nord. Beide Bücher sind im Lingen-Verlag erschienen.

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