Mein Osterei

Ich wünsche schöne Ostertage! Mein diesjähriges Osterei sieht so aus …

Foto: Andrea Behnke

Frühlingsgruß

Ich liebe Papier – aber im Papierfalten bin ich … eine Anfängerin. Ich kann nicht behaupten, dass mir das wirklich liegt, so schön ich die gefalteten Sachen auch finde. Doch meine Kollegin Birgit Ebbert hat mich jetzt noch mal motiviert, denn sie hat gleich zwei Bücher veröffentlicht zu Origami und PapierZen. Auf ihrem Blog PapierZen könnt ihr sehen, welche großartigen Kunstwerke sie selbst faltet. Und – wie der Untertitel „Entspannen mit Papier“ – schon sagt, findet sie dabei auch Ruhe.

Passend zum Frühling habe ich mich an Schmetterlingen versucht, die auch schon ganz gut aussehen, oder? Dass ich den Hasen noch nicht geschafft habe, erzähle ich jetzt nicht. Aber bis Ostern habe ich ja noch zwei Tage Zeit. Und dank der fotografierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen von Birgit wird es auch Faltneulingen leicht gemacht, zu vorzeigbaren Ergebnissen zu kommen. Sie zeigt übrigens nicht nur Tiere, sondern auch Schalten, Schachteln, Lesezeichen, Kugeln … Viele Faltungen habe ich so noch nie gesehen. Vielleicht wäre eins der Bücher noch ein Tipp fürs Familien-Osternest?

Birgit Ebbert
Origami Super Easy!
Edition Michael Fischer 2018

Birgit Ebbert
PapierZen – Entspannen mit Papier
Lingen Verlag 2018

Foto: Andrea Behnke

Tiergeschichten-Anthologie

„Wo ist Opa?“, fragt der kleine Affe im Zirkus jeden, den er trifft. Ich freue mich sehr, dass er das jetzt in einem Buch machen kann – denn meine gleichnamige Geschichte ist in der Tiergeschichten-Anthologie des Kerle-Verlags gelandet.

In dem Vorlesebuch spielen Tiere die Hauptrolle: Da ist zum Beispiel Teo Dorant, das Stinktier, meiner Kollegin Corinna Wieja oder fliegende Mäuse von Paul Maar. Insgesamt umfasst das Buch 16 längere und kürzere Geschichten.

Dominique Mertens hat ganz bezaubernde Erzählbilder zu den Geschichten gezeichnet, so dass Eltern, Großeltern oder andere Vorleserinnen und Vorleser zusammen mit den Kindern das Gehörte noch einmal Revue passieren lassen können. Oder aber sie können die Geschichten weiterspinnen bzw. andere Geschichten erfinden.

Raphaela Platzer (Hrsg.) Dominique Mertens
Tiergeschichten in Erzählbildern
Kerle, Freiburg 2018

Didacta 2018

Zwei Jahre habe ich pausiert – gestern war ich mal wieder auf der Didacta, der Bildungsmesse, die in diesem Jahr in Hannover stattfindet. Getroffen habe ich: nette Verlagsmenschen, einige meiner Bücher und viele Hackenporsche und Hartschalenkoffer.

Für die drei netten Gespräche, die ich hatte, hat sich die Fahrt gelohnt. Schön ist es auch immer, die eigenen Werke an einem Stand zu entdecken: Der Herder-Verlag hat zwei meiner Bücher platziert. Und der Bildungsverlag Eins zeigt die Reihe „So einfach funktioniert Deutschland“. Die wird es übrigens bald in vollständig aktualisierter Neuauflage geben.

Ich habe mich vor allem in der Kita-Halle und in der Schul-Halle getummelt. Im Schulbuchbereich ist deutlich geworden, dass die Konzentration in vollem Gange ist: Die Flächen von Cornelsen und Westermann werden immer größer. Verlage, die noch vor einigen Jahren eigenständig waren, befinden sich jetzt unter dem Dach der „Großen“. Im außerschulischen Lernbereich und im Vorschulsegment findet man immer noch kleinere Verlage, was ich gut finde.

Klar wird auch: Das Buch in der Bildung ist noch nicht vom Aussterben bedroht. Natürlich spielt auch Digitales  eine immer größere Rolle. Aber zu sehen war ganz viel Gedrucktes.

Zum Anfassen gab es auch viel in der frühkindlichen Bildung. Dabei fiel mir ein neuer Trend auf: Immer mehr haptische Erfahrungen werden in die Innenräume geholt. Da gibt es kinetischen Sand, Styopor-Knete oder – der letzte Schrei: weißer Schaum aus einer Sprühflasche, den man in eine Schüssel spritzen kann. Bei einigen Sachen habe ich mich gefragt: Warum geht man nicht einfach vor die Tür und lässt Kinder dort matschen? Und mit natürlichen Materialien, die sie im Wald finden, spielen?

Gefreut hat mich der musikalische Bereich. Dort habe ich ein paar schöne Entdeckungen gemacht. Zum Beispiel fand ich den Trommeltisch klasse: ein platzsparender runder Tisch, an dem 8 Kinder trommeln können. Oder – sehr abgefahren: ein Trommel-Ballspiel. Zwei Schläger waren mit einem Trommelfell bespannt. Wenn man dann – wie beim Federball – hin- und herspielt, ertönte ein Paukenschlag. Bewegung und Musik in einem, das hat mir gut gefallen.

Fotos: Andrea Behnke

Roman in „Einfacher Sprache“

Ich feiere heute Premiere: Mein erster Roman in „Einfacher Sprache“ ist erschienen – im Verlag Edition Naundob, der den Schwerpunkt hat, Menschen anzusprechen, die nicht so gut lesen können. Das Buch heißt „Glück wächst im Blumentopf“.

Doppelt freue ich mich, weil das Buch wirklich sehr schön geworden ist – auch dank des tollen Covers der Illustratorin Claudia K. Pfeiffer.

In dem Buch erzähle ich die Geschichte von Annalena, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet. Annalena, die manchmal gerne wäre wie ihre Freundin Karla, die eine Ausbildung in einer Drogerie gemacht hat, die einen Freund und eine eigene Wohnung hat. Annelena hingegen lebt noch bei ihrer Mutter, in ihrem Kinderzimmer. Mit 32. Als sie überraschend ein Praktikum in einem Blumenladen machen kann, spürt sie: Jetzt wird ihr Leben anders. Aber wie?

Literatur für alle

Das Buch handelt von Freundschaft, von Träumen, vom Erwachsenwerden, von Rollen und Theater – und von Blumen. Geschrieben ist es in „Einfacher Sprache“. Das ist eine Sprache, die leichter zu lesen ist, weil sie kurze Sätze hat, nur wenig Nebensätze und einen überschaubaren Wortschatz ohne Fremdworte. Das heißt aber nicht, dass Bücher in „Einfacher Sprache“ langweilig sind. Ganz im Gegenteil: Sie können ebenso Literatur sein wie jedes andere Buch auch. Poesie und „Einfache Sprache“ sind kein Gegensatz.

Eine Kollegin meinte, nachdem sie die Leseprobe gelesen hat, man könne bei dem Buch auch zwischen den Zeilen lesen. Genau: Man kann zwischen den Zeilen lesen, aber man muss es auch nicht. Die Geschichte funktioniert auch, ohne die Leerstellen auszufüllen.

Wer einmal in das Buch hineinlesen möchte, findet auf der Verlagsseite eine Leseprobe.

Andrea Behnke
Glück wächst im Blumentopf
Verlag Edition Naundob, Berlin 2018

Foto: Andrea Behnke