HeimatAnsichten-Lesung

Gestern war es so weit: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner Schreibwerkstatt im Rahmen des Projektes „HeimatAnsichten“ lasen ihre Texte. Das Seniorenbüro Nord war gut besucht, manche Besucherinnen und Besucher mussten noch im Flur stehen, um zu lauschen.

Das Besondere an dieser Schreibwerkstatt: Geschrieben haben Senioren und Kinder der Else-Hirsch-Förderschule. Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten sie ihre Collagen und ihre Texte. Da ging es um Lieblingsorte, Lieblingsmenschen, um Gefühle und Erinnerungen. Um eine Weihnachtsbäckerei, um eine Bramme, um ein Café in Ingolstadt, um einen Marktplatz, wir wurden nach Neuseeland und nach Holland entführt.

Die Schreibwerkstatt war eingebettet in ein großes Projekt zur Frage „Was ist Heimat?“ Es gab eine Fotoausstellung und Erzählspaziergänge. Klar wurde: Heimat ist nicht nur ein Ort, Heimat ist viel mehr. Vor allem hat Heimat  nichts mit dem zu tun, was irgendwelche Rechtspopulisten verbreiten. Daher stellte Martina Houben vom Seniorenbüro in ihrer Eröffnungsrede auch die Frage: „Was können wir tun, damit Menschen, die zu uns kommen, hier eine Heimat finden?“

Die Schreibwerkstatt wurde finanziert durch den „Heimatscheck“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW

Fotos: Andrea Behnke

Was mit Kinderbüchern

Ja, ich mache was mit Kinderbüchern. Und: „Was mit Kinderbüchern“ ist auch der Name einer wunderbaren Seite bei Facebook, die Stefanie Leo von den Bücherkindern ins Leben gerufen hat. Pünktlich zur diesjährigen Buchmesse hat mein Kollege Rüdiger Bertram die Seite übernommen. Er führt Stefanies Tradition fort, dass jede Woche jemand aus der Kinderbuchbranche die Seite befüllen darf. Das ist ein wirklich spannendes Konzept, wie ich finde.

Und: Diese Woche bin ich dran! Ab morgen darf ich täglich auf der Seite berichten. Wer neugierig ist, hier geht es lang: www.facebook.com/wasmitkinderbuechern

Ich freue mich auf euch!

HeimatAnsichten

Der November ist mein „Monat der Schreibwerkstätten“: Neben der Schreibwerkstatt in der Stadtbücherei in Bochum-Langendreer leite ich noch eine Schreibgruppe im Seniorenbüro in Bochum Nord. HeimatAnsichten heißt das Projekt des Seniorenbüros, in das meine Schreibwerkstatt eingebunden ist. Es gibt zu dem Thema noch Erzählspaziergänge meiner Kollegin Susanne Tiggemann und eine Foto-AG.

Das Besondere an dieser Schreibwerkstatt: Ich schreibe mit Seniorinnen und Senioren und Kindern. Diese generationenübergreifende Begegnung gefällt mir sehr. Die Kinder besuchen die 6. und 7. Klasse der Else-Hirsch-Schule (Förderschule) – und die Erwachsenen sind gerade ins Rentenalter gekommen. Vier Stunden waren wir gemeinsam kreativ. Es war eine sehr tolle Runde! Es ging um Orte, um Menschen, um Essen … Entstanden sind Kurzgschichten, Assoziationsketten, Gedichte, Miniaturen …

Die Ergebnisse werden am Samstag, 23.11., präsentiert. Ich bin schon gespannt! Doch jetzt freue ich mich erst einmal auf unser nächstes Treffen.

Finanziert wird das Projekt über den Heimatscheck des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW.

Foto: Andrea Behnke

Buchmesse 2019

Drei Tage war ich in diesem Jahr auf der Buchmesse: Von Donnerstag bis heute bin ich in Frankfurt gewesen, so lange war ich noch nie dort. Die Tage waren prall gefüllt.

Büchermassen

Am Donnerstag fühlte ich mich, als ich in die Halle 3 (die „Kinderbuch-Halle“) kam, von der Fülle der Bücher erschlagen. In so einem Moment kann man sich schon mal fragen: „Warum mache ich das überhaupt?“ (Dann dachte ich an die Geschichte, an der ich gerade arbeite, und wusste wieder warum …). Doch kurz haderte ich mit der Branche, die so unfassbar viele Bücher in jedem Halbjahr auf den Markt bringt, sodass das Buch aus dem Frühjahrsprogramm in Frankfurt schon „alt“ ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass der Südpol-Verlag meine „Frieda“ immer noch präsentiert. Das ist in dem schnelllebigen Geschäft nicht selbstverständlich.

Zum Glück traf ich am Donnerstag nette Kolleginnen, sonst hätte es passieren können, dass ich frustriert durch die Gänge geschlichen wäre. So hatte ich einige kleine Termine und viele nette Gespräche und besuchte eine Podiumsdiskussion zur Frage „Wieviel Realität braucht das Kinderbuch?“ (zu dem Thema schreibe ich in den nächsten Tagen noch mehr).

Bundeskongress Kinderbuch

Der Freitag war ein eng getakteter Tag. Morgens hatte ich Verlagsgespräche, die sehr inspirierend waren. Und am Nachmittag ging es dann in die Zentralbücherei: Dort fand nämlich der Bundeskongress Kinderbuch statt. Vier Stunden tauschten sich Kinder- und Jugendbuchautor/innen aus ganz Deutschland aus. Ich freue mich total, dass es den Bundeskongress (kurz BuKo) dank der Initiative von Andreas Schlüter seit einigen Jahren gibt, denn ich finde Vernetzung sehr wichtig. Daher habe ich auch Anfang des Jahres das Ruhrgebietsnetzwerk der Kinder- und Jugendbuchautor/innen gegründet (auch dazu demnächst mehr). Ich fand es spannend, auf dem BuKo mitzubekommen, was die anderen regionalen Netzwerke auf die Beine stellen – wir im Ruhrgebiet stehen ja noch ganz am Anfang.

Begegnungen

Abends wurde dann gefeiert: In der Gaststätte Mosebach richtete der BuKo eine Party aus – für alle, die etwas mit dem Kinderbuch zu tun haben. Also Verlage, Illustrator/innen, Buchhändler/innen, Blogger/innen … Ich war zwar schon sehr müde, aber habe mich sehr gut unterhalten und etliche Kolleg/innen kennengelernt. Das fand ich auf dieser Messe eh sehr schön: Ich habe etliche Menschen „in echt“ getroffen, die ich bisher nur virtuell kannte. Dass man sich sofort findet, ist ungeschönten Profilbildern im Netz zu verdanken.

Heute war ich schließlich das erste Mal in meinem Leben an einem Samstag auf der Messe. Und ich muss sagen: Das braucht man nicht wirklich. Es ist voll, voll, voll … und laut und heiß. Aber ich habe ein „Meet und Greet“ bei der Edition Pastorplatz gemacht und mein Bilderbuch „Herr Bort, der Katzenschreck“ präsentiert. Das war sehr nett.

Nach meinem „Donnerstagsschock“ habe ich die Buchmesse wirklich genossen – vor allem wegen der netten Begegnungen. … und jetzt muss ich die Füße mal hochlegen.

Buchfunde

Fotos: Andrea Behnke

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