Didacta-Schwerpunkt: Menschen auf der Flucht

Didacta-Zeit: Die Bildungsmesse ist in diesem Jahr in Köln, ich war am Dienstag dort. Einer der Schwerpunkte: Integration von Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind.

So-funktioniert-DeutschlandAn fast jedem Schulbuchstand gab es neue Materialien zu Deutsch als Fremdsprache. Mal waren es neue Lehrwerke, mal Arbeitshefte, mal Apps zum Vokabellernen.

In der frühkindlichen Bildung sah man einen Trend hin zu Bildkarten in der Sprachförderung. Weniger Text – mehr Fotos oder Zeichnungen.

Diese Materialien kämen nicht nur Kindern zugute, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sondern auch den deutschen Kindern, sagte mir eine Lektorin.

Pädagoginnen und Pädagogen können diese Karten vielfältig einsetzen: um einzelne Worte beizubringen, aber auch, um Erzähl- und Redeanlässe zu schaffen oder Spiele zu spielen. Denn spielerisch lernen gerade kleine Kinder am besten.

Spannend fand ich auch den Gemeinschaftsstand vieler Vereine, Verbände und Initiativen, die sich mit „Globalem Lernen“ beschäftigen. Dort fanden Lehrerinnen und Lehrer viele Materialien rund um Flucht und  Fluchtursachen. Denn es ist wichtig, dass die Kinder hierzulande überhaupt verstehen, warum Menschen fliehen. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hat etliche aktuelle Materialien zu diesen Themen präsentiert – nicht nur für Lehrkräfte, sondern auch direkt für die Schülerhand.

Auf der Messe wurden und werden auch etliche Initiativen ausgezeichnet. Unter anderem der Internetschwerpunkt „Flucht nach Europa“ der ZDF-Kindernachrichten „logo!“. Den finde ich auch ausgesprochen empfehlenswert.

Worüber ich mich sehr gefreut habe: Der Bildungsverlag Eins aus der Westermann-Gruppe, für den ich schon lange arbeite, hatte mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich einen Band der neuen Reihe „So einfach funktioniert Deutschland“ schreiben wolle, zu „Leben und Alltag“: für Schülerinnen und Schüler der Internationalen Eingangsklassen. Natürlich wollte ich. In dem Buch geht es um 38 Themen rund um Wohnen, Verkehr, Rechte, Pflichten, Bildung, Gesundheit, Einkaufen, Kultur, Freizeit und vieles mehr. Am Stand lag schon ein Flyer aus – das Buch wird im Frühling erscheinen.

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