Vorlesewettbewerb

Gestern Nachmittag hatte ich eine besondere Aufgabe: Ich saß nämlich in der Jury des Vorlesewettbewerbs. Im Stadtentscheid in der Zentralbücherei ging es darum, welches Kind zum Bezirksentscheid darf.

Außer mir gab es noch vier Jurymitglieder: die Gewinnerin des Vorjahres-Stadtentscheids Sarah, der Buchhändler Nils Janssen, die Vorsitzende des Vereins „Mentor – die Lesehelfer“ Heidrun Abel und die Vorlesepatin Ingrid Kroll.

Eine einhellige Entscheidung zu treffen, war gar nicht so einfach – zum Schluss zählten schlicht die Punkte in den Kategorien Lesetechnik, Interpretation und (beim eigenen Text) Textstellenauswahl.

18 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler lasen in zwei Runden: In der ersten Runde durften sie eine Textstelle aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen. Die Bandbreite reichte von Pippi Langstrumpf bis Woodwalkers, von Frau Honig bis Tschick. In der zweite Runde mussten die Kinder ganz spontan sein und in ein unbekanntes Buch eintauchen. Die Leiterin der Kinderbücherei Kathrin Schimpke hat das Buch „Unterwegs mit Kaninchen“ von Benjamin Tienti ausgesucht (ein Buch, das ich unbedingt weiterlesen möchte).

Gewonnen hat Jördis – und alle anderen Kinder sind zweite Siegerinnen und Sieger. Letztlich steht das Gewinnen gar nicht so sehr im Vordergrund der Veranstaltung. Vielmehr geht es um den Spaß am Lesen – und auch den Spaß an Geschichten. Denn im Grunde war jede Textstelle, die vorgelesen wurde, ein Lese-Appetitmacher auf das jeweilige Buch. Dass Jördis mit „Der Junge, der Gedanken lesen konnte“ von Kirsten Boie eines meiner eigenen Lieblingsbücher gelesen hat, war reiner Zufall.

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