
Ein Tag auf der Buchmesse in Frankfurt: Klammern wir mal die Deutsche Bahn aus, war es ein schöner Tag – und immerhin hat mir die Bahn auf dem Hinweg schon eine Art Vor-Messebegegnung mit dem Klartext Verlag beschert. Ein schöner Auftakt!
In diesem Jahr war auf der Messe vieles anders, es gab auch neue Hallenkonzepte, die sich mir nicht immer erschlossen. Etliche (meiner) Verlage waren in diesem Jahr leider nicht mit einem Stand vor Ort. Überhaupt hatte man das Gefühl, dass die Hallen luftiger gestaltet waren, noch nie gab es so viele Relax-Zonen, so mein Eindruck.

„Die Branche ist im Wandel“, war wohl der Satz, den ich am meisten in Gesprächen hörte. Ich war sowohl in der Erwachsenenliteratur – hier vor allem bei den unabhängigen Verlagen und der dazugehörigen Leseinsel – als auch im Kinder- und Jugendbereich unterwegs. Letzterer mutete in meinen Augen „eventiger“ an, mit vielen Selfiespots, oft in Pastellfarben gehalten und mit Farbschnittbüchern.
Mit einer Kollegin unterhielt ich mich genau darüber: Wo finden sich da lesende Jungen wieder? Und warum gibt es einen ähnlichen Raum nicht für brisante Themen? …
Etliches war neu auf der Messe – doch geblieben ist die Freude über die Treffen. Manche hatte ich im Vorfeld verabredet, andere ergaben sich in den Gängen oder an den Ständen. Das hat mich sehr gefreut!
Foto: Andrea Behnke

In einer nachdenklichen Stimmung sollte man vielleicht nicht über die Buchmesse bloggen. Oder vielleicht gerade doch? Ich mache es jetzt einfach. Garniert mit etwas Frust … und Hoffnung auch.
Bis zum Wochenende wusste ich noch gar nicht, wann ich zur Buchmesse fahre. Schließlich habe ich mich Mittwoch auf den Weg gemacht. Der erste Buchmessen-Tag ist gemeinhin der, der am wenigstens überlaufen ist. Geplant hatte ich nur wenig – meine Erwartungen waren somit nicht hoch. Ich freute mich darauf, einfach durch die Gänge zu schlendern und mir auch endlich mal Lesungen anzuhören, was ich sonst bei Messebesuchen meistens nicht schaffe.