Jahresende

2014 war merkwürdig. Eingerahmt von einem Wasserrohrbruch und einer Wurzelbehandlung, wanderte es wahnwitzig schnell an mir vorbei.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs war das 15. Jahr meiner Selbstständigkeit, was mir fast  unwirklich vorkommt. 15 Jahre freiberuflich – und es fühlt sich noch immer richtig an. Vor allem auch deshalb, weil ich immer mehr Themen bearbeite, die ich wichtig finde. Gerade in einer Zeit, in der ein friedliches Zusammenleben nicht selbstverständlich ist, möchte ich „sinnvolle Texte“ schreiben. Weiterlesen >>>

Rosarot

Ich liebe Weltkugeln, auf denen man mit dem Finger um die ganze Erde reisen kann. Ich finde auch, dass ein Globus ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für ein Grundschulkind ist. Aber – um Himmels Willen: Was hat den Hersteller denn da geritten?

globusErst dachte ich, ich hätte ausnahmsweise meine rosarote Brille auf, als ich diese Globusse in einem Laden sah. Doch nein, ich erblickte ganz deutlich … eine rosafarbene Welt. Viele blaue Welten für Jungen und die Prinzessinnen-Welt für Mädchen. Da frage ich mich doch, in welcher Welt wir leben …

Foto: Andrea Behnke

Melancholie

Als ich das erste Mal seit dem Pfingst-Unwetter im Bochumer Stadtpark war, dachte ich: Hier wohnt die Melancholie. Der Park ist nur wenig geräumt und größtenteils noch gesperrt.

Sturm-MelancholieDas Milchhäuschen hat wieder geöffnet. Doch auf der Terrasse ein Eis zu essen und auf umgekippte Bäume und rot-weißes Flatterband zu schauen, ist deprimierend.

Leblose Skulpturenbäume. Helligkeit, die dunkel scheint.

Ein bisschen passt dieser Anblick zu dieser Region, in der ich lebe. Eine entwurzelte Region, irgendwie. Vielleicht auch ein bisschen überfordert und alleingelassen.

Foto: Andrea Behnke

Nur-Gefühl

Im Moment habe ich das Nur-Gefühl. Das verfolgt mich schon das gesamte Jahr. Gepaart mit einem „Sieh’s doch positiv“. Manchmal schäme ich mich, wenn sich das Nur-Gefühl nicht sofort einstellen will. Und dann finde ich es durchaus o.k., dass es so ist.

UnwetterAktuelles Beispiel: das Unwetter in Bochum. Der Sturm hat Dachziegel auf mein Auto regnen lassen. Ich habe mir das Auto (gebraucht) erst vor einem halben Jahr gekauft. (Nebenbei: Ich kaufe mir nur höchst selten ein Auto). Habe länger gesucht, um eines in einem Preis-Leistung-Verhältnis zu finden, das mir passt. Und jetzt das. Natürlich ist es nur ein Auto. Alle, die mir das sagen, haben völlig recht. Bei einem solchen Sturm passieren weitaus furchtbarere Sachen, das weiß ich. Und fühle mich sofort schlecht, dass ich mich über das zerbeulte Auto geärgert habe. Ein Auto ist bloß ein Gegenstand – und „Stell dir vor, du hättest in dem Auto gesessen“. Weiterlesen >>>

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