Kreativität auf Knopfdruck?

Viele sagen: Du hast einen tollen Beruf. Du darfst Geschichten schreiben. Ja, ich habe es gut. Ich darf Geschichten schreiben. Manchmal heißt das aber auch: Ich muss Geschichten schreiben.

Foto: Andrea Behnke
Foto: Andrea Behnke

Meine Arbeit teilt sich in zwei Bereiche: in einen größeren – das sind meine Auftragsarbeiten. Da schreibe ich nicht nur Geschichten, sondern auch Sachtexte, Journalistisches, Unterrichtsmaterialien. Aber ich schreibe eben auch Geschichten im Auftrag: Oft gibt es dann eine Rahmenhandlung, eine Hauptfigur oder manchmal auch nur ein (Ober-)Thema. Gerade habe ich am Stück für ein neues Buch 22 Geschichten erfunden.

Der kleinere Bereich sind meine freien Arbeiten. Das sind Geschichten, die ganz aus mir selbst herauskommen – und die ich, wenn den Nerv treffe, auch verkaufe. Dieser auftragsfreie Bereich ist oft sehr klein, was einerseits gut ist: Denn das zeigt, dass der Schreibladen brummt. Weiterlesen >>>

Medien und AfD

Schon seit geraumer Zeit frage ich mich: Wie sollten Medien mit der AfD umgehen? Vorab: Eine Antwort habe ich nicht. Doch ich habe ein paar Gedanken dazu.

AugeIch bin der Meinung, dass man die AfD nicht totschweigen kann und darf. Davon würde sie nicht verschwinden. Doch wie viel Plattform sollte man ihr geben? Da sind die einen, die meinen: Die AfD entlarvt sich bei jedem TV-Auftritt selbst, in jedem Interview, das irgendwo gedruckt wird, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Das mag sein. Doch gilt das wahrscheinlich nur für jenes Publikum oder jene Leserschaft, die die AfD sowieso nicht wählen würde. Diese Menschen tauschen sich dann via Social Media aus und empören sich. Doch verlässt man dann seine eigene Filterblase und gibt einfach mal den Hashtag einer Sendung mit AfD-Beteiligung ein, trifft man ebenso auf jene, die applaudieren. Weiterlesen >>>

Muttertag …

Liebe Werberinnen und Werber,

ich bin kein Fan vom Muttertag – und auch kein Fan vom Vatertag. Dennoch verstehe ich es, wenn Kinder ihren Eltern etwas basteln möchten oder ihnen einen bunten Strauß oder etwas Süßes schenken. Große Geschenke finde ich zu diesem Anlass übertrieben. Ich mag diese Kommerzialisierung nicht.

Foto: Andrea Behnke
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Frauen im Polit-Talk

Nein, ich bin keine Erbsenzählerin. Aber manchmal muss man gar nicht zählen – da fällt einem etwas sofort ins Auge. So wie gestern, beim „Anne Will Talk“ in der ARD. Thema: „Bomben und Elend in Syrien – Lässt sich der Krieg stoppen?“ In der Runde saßen vier Männer und eine Frau.

Foto: Andrea Behnke
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Ich twitterte „… und Frau Krone-Schmalz ist die einzige Frau, die zum Thema Syrien etwas sagen kann?“ – Umgehend kam eine Replik, ob es denn immer 50:50 sein müsse. (Nein, nicht immer – aber wenigstens ab und zu, denke ich, wenn ich Polit-Talkshows im Fernsehen beobachte.) Kurz drauf folgte noch die Frage, wen ich denn eingeladen hätte.

Nun gehe ich davon aus, dass die Anne Will-Redaktion die Gästerunde nicht binnen Minuten in Form eines Tweets zusammenstellt, aber dennoch sind mir sofort Frauen eingefallen, die einiges hätten zum Thema beitragen können: Dr. Bente Scheller der Heinrich-Böll-Stiftung beispielsweise, Prof. Cilja Harders oder Politikwissenschaftlerin und Autorin Kristin Helberg. Weiterlesen >>>

Mehr Fragen als Antworten

Was mir im Moment auffällt: Egal, was passiert – sehr viele Menschen haben binnen Minuten eine Meinung, die sie kundtun. Ich bin auch ein durchaus meinungsfreudiger Mensch, aber ich brauche Zeit. Je komplexer die Fragen sind, desto mehr Zeit brauche ich.

Foto: Andrea Behnke
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Ich kann nicht sofort ein Posting veröffentlichen, in dem ich die Situation erkläre und einordne und bewerte. Ich kann nicht sofort kommentieren, wenn mir Fakten fehlen. Einfach ein wenig nachdenken (können) … Weiterlesen >>>

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