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Neues (Schreib-)Buch

Jede Woche etwas schreiben – über das eigene Leben. Sei es nun, um in den Schreibfluss oder sich selbst näher zu kommen. Mein neues Buch mit 52 Schreibimpulsen zum autobiografischen Schreiben erscheint diese Woche im DonBosco-Verlag.

TorteEine Übung in diesem Buch heißt: Mein Leben als Torte. Und das ist auch der Titel des Buches. Ich mag ihn sehr. Denn ist das Leben nicht tatsächlich eine Torte, in vielerlei Hinsicht? Mal süß, mal (zu) mächtig und in verschiedene Stücke eingeteilt. Weiterlesen >>>

Melancholie

Als ich das erste Mal seit dem Pfingst-Unwetter im Bochumer Stadtpark war, dachte ich: Hier wohnt die Melancholie. Der Park ist nur wenig geräumt und größtenteils noch gesperrt.

Sturm-MelancholieDas Milchhäuschen hat wieder geöffnet. Doch auf der Terrasse ein Eis zu essen und auf umgekippte Bäume und rot-weißes Flatterband zu schauen, ist deprimierend.

Leblose Skulpturenbäume. Helligkeit, die dunkel scheint.

Ein bisschen passt dieser Anblick zu dieser Region, in der ich lebe. Eine entwurzelte Region, irgendwie. Vielleicht auch ein bisschen überfordert und alleingelassen.

Foto: Andrea Behnke

Nur-Gefühl

Im Moment habe ich das Nur-Gefühl. Das verfolgt mich schon das gesamte Jahr. Gepaart mit einem „Sieh’s doch positiv“. Manchmal schäme ich mich, wenn sich das Nur-Gefühl nicht sofort einstellen will. Und dann finde ich es durchaus o.k., dass es so ist.

UnwetterAktuelles Beispiel: das Unwetter in Bochum. Der Sturm hat Dachziegel auf mein Auto regnen lassen. Ich habe mir das Auto (gebraucht) erst vor einem halben Jahr gekauft. (Nebenbei: Ich kaufe mir nur höchst selten ein Auto). Habe länger gesucht, um eines in einem Preis-Leistung-Verhältnis zu finden, das mir passt. Und jetzt das. Natürlich ist es nur ein Auto. Alle, die mir das sagen, haben völlig recht. Bei einem solchen Sturm passieren weitaus furchtbarere Sachen, das weiß ich. Und fühle mich sofort schlecht, dass ich mich über das zerbeulte Auto geärgert habe. Ein Auto ist bloß ein Gegenstand – und „Stell dir vor, du hättest in dem Auto gesessen“. Weiterlesen >>>

Draußen spielen

Meine Netzwerk-Kollegin Luise Holthausen hatte auf Facebook einen Link zu einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks gepostet. Anlässlich des Weltspieltags am 28. Mai will das Kinderhilfswerk von Kindern und Jugendlichen wissen: Wie zufrieden seid ihr mit den Spielmöglichkeiten in eurer Umgebung? Denn: Jedes Kind hat laut UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf Spiel.

eselEin Recht auf Spiel … Was hatte ich doch in dieser Beziehung für eine glückliche Kindheit. Wir konnten spielen – und wir haben gespielt. Und zwar so oft es ging draußen. Bis ich elf war, habe ich in einer typischen 60er-70er-Jahre-Siedlung gewohnt. In einem Mietshaus mit vielen Kindern, mit Wiese vor dem Haus, Wiese hinter dem Haus und einem Garagenhof. Links vom Haus war unser „Plattenweg“, auf dem wir Rollschuh fahren konnten. Und dann gab es die Bahngleise mit einer Böschung. Ob wir da spielen durften, weiß ich nicht, aber wir taten es … Zwei Narben an meiner Wade erinnern mich daran, denn einmal wickelte sich ein Stacheldraht um mein Bein. Weiterlesen >>>

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