England

Oh, was war ich in diesem Jahr urlaubsreif. Ich war so froh, als es endlich losging – nach England, an die Südostküste. Gewohnt haben wir in St. Leonards, neben Hastings. Ein guter Ort für Ausflüge nach Brighton, Eastbourne und auch (per Bahn) nach London – und mit Nähe zu allen möglichen Wanderwegen. Das letzte Mal war ich vor 15 Jahren in England, damals war ich sehr oft dort. Jetzt weiß ich, dass ich es vermisst habe. Eins verrate ich euch: Ich habe im Urlaub zwar gezeichnet (was ich sehr gerne tue), aber gar nicht geschrieben. Nur eine Geschichte kam mir in den Sinn, die habe ich skizziert, um sie nicht zu vergessen.

Hier sind ein paar Bilder – ein paar Eindrücke aus London folgen noch.

Fotos: Andrea Behnke

Belege von Herrn Bort

Herr Bort, der Katzenschreck: So heißt mein neues Bilderbuch, das Ende des Monats in der Edition Pastorplatz erscheint. Heute ist Belegtag, das ist immer ein besonders schöner Augenblick im Leben einer Autorin. Es ist ein gutes Gefühl, das fertige Buch in der Hand zu halten.

Bei diesem Buch freue ich mich sehr, dass die Illustratorin Mele Brink „meinen“ Herrn Bort genauso zum Leben erweckt hat, wie ich ihn mir vorgestellt habe: eigenbrötlerisch, aber liebenswürdig. Sie hat den melancholisch-witzigen Ton des Buches mit Farbe versehen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eben jener Herr Bort, der seinen Garten liebt. Leider liebt Rosi, die Katze der Nachbarin, seinen Garten ebenfalls. Doch Herr Bort kann Katzen nicht leiden. Aber Rosi mag Herrn Bort. Sie mag sogar seine Schimpfworte, seine Wasserfontänen und sein Blockflötenspiel. Also bleibt sie da. Egal, was Herr Bort auch anstellt: Rosi lässt sich nicht vertreiben. … bis der Tag kommt, an dem alles anders werden könnte. Herr Bort muss eine Entscheidung treffen.

Es ist eine Geschichte übers Altwerden und über eine ungewöhnliche Freundschaft. Für Kinder ab 3 Jahren – und auch für Erwachsene. Ganz besonders natürlich für Katzenliebhaber.

Mehr findet man auf den Seiten des Verlags, und zwar hier.

Andrea Behnke / Mele Brink
Herr Bort, der Katzenschreck
Edition Pastorplatz 2019

Und noch mal Autorenpatenschaft

… und schon ist meine Autorenpatenschaft „Wörterwelten“ um. Die Schreibwerkstatt, die ich an vier Tagen in den Ferien betreut habe, verging wie im Flug. Heute hatte ich dann auch schon meine zweite eigene Lesung, die den Abschluss bildete: Die Kinder der integrativen OGS lernten mein Buch „Flaschenpost in Sütterlin“ kennen.

Die Tage waren auch für mich voller Erlebnisse. Nachdem Clemens aus der Clementine sich schon am ersten Tag in die Werkstatt geschmuggelt hatte, gingen die Kinder an Tag 2 mit einem eigenen Vogel auf Reisen: auf dem Papier. Sie flogen an alle möglichen Wunschorte der Erde. Am Nachmittag besuchte uns die Theaterpädagogin und -therapeutin Marion Gerlach-Goldfuß. Sie sorgte dafür, dass die Kinder ihre Geschichten richtig fühlten: Sie ließ die Geschichten nämlich spielen und erzählen.

Das war nicht nur, aber gerade auch für die Kinder toll, die nicht so gut lesen können. Ein Mädchen hat daraufhin zwei ihrer Geschichten komplett auswendig vorgetragen, und auch bei den anderen Kindern merkte man, dass sie mit ihrem Geschriebenen viel vertrauter waren.

An Tag 3 wurde überarbeitet und weiter erfunden. Die Kinder, die nicht so gut schreiben konnten, erzählten ihre Ideen einer ehrenamtlichen Helferin, ohne die das Projekt in der Art nicht möglich gewesen wäre. Sie oder ich, wir schrieben die Geschichten für sie auf.

Am Nachmittag stand eine Generalprobe auf dem Programm: Wir mussten gemeinsam entscheiden, welche Geschichten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern des St. Mauritius Stift in Bochum vorlesen oder erzählen wollten. Denn dort ging es am Freitag hin, zu einer Lesung.

Dabei entführten die Kinder rund 15 Seniorinnen und Senioren sowie einigen Pflegerinnen und den Mitarbeiter des Sozialen Dienstes in fremde Welten: Vieles drehte sich um Familie und Freundschaft und um besondere Plätze dieser Erde. Ich war sehr stolz, dass alle Kinder sich getraut haben, sich vorne hinzusetzen und vorzutragen. Das war vor allem für die Mädchen und den Jungen von der Brüder-Grimm-Schule ein großer Schritt, der sie hat wachsen lassen. Zum Schluss bekamen die alten Menschen noch gefaltete Tiere als Geschenk.

Ich habe in der Woche selbst auch sehr viel gelernt. Vor allem, dass Inklusion absolut kein Selbstläufer ist. Und dass sie Betreuung braucht. Wieder einmal habe ich gefühlt, wie wunderbar es ist, wenn alle gemeinsam Geschichten erfinden. Und dass Geschichten nichts mit Deutschkenntnissen oder Schreibfähigkeit zu tun haben. Es ist einfach wichtig, alle Kinder zu ermutigen zu erzählen.

Ich freue mich, dass das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ mir diese Autorenpatenschaft ermöglicht hat. Die „Wörterwelten“ sind gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und initiiert vom Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise.

Autorenpatenschaft

Ich freue mich sehr: Pünktlich zum heutigen Welttag des Buches hat meine Autorenpatenschaft „Wörterwelten“ begonnen. Die Autorenpatenschaft ist Teil des Bundesprogrammes „Kultur macht stark“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und initiiert vom Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise.

Letzte Woche gab es eine Auftaktlesung: Ich habe sowohl aus „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ als auch aus „Ein Hase will zum Zirkus“ gelesen.

Heute startete die Werkstatt, in der die Kinder selbst aktiv werden und Geschichten erfinden. Ich bin Patin der integrativen OGS am Drusenberg – das ist die gemeinsame OGS der Drusenbergschule (Städtische Grundschule) und der Brüder-Grimm-Schule (Förderschule).

Das Motto der Werkstatt lautet „Klein und Groß im Hier und Dort“. Heute wurden die ersten Familiengeschichten erfunden, es ging um Streit am Abendbrottisch und Urlaub mit Onkel. Außerdem gab es viel Tierisches: Elefanten, Igel, Hunde und Katzen wanderten in das Geschichtenheft.

Am Nachmittag habe ich mein Buch „Clemens aus der Clementine“ vorgestellt, mit dem die Kinder nun noch weiterarbeiten. Clemens fliegt in der Geschichte auf einer Schwalbe in seine Heimat zurück, in den Süden. Die Kinder haben sich ihre eigenen Vögel gebastelt, mit denen sie morgen auf Reisen gehen werden.

Zweite Auflage

Mein Kinderroman „Frieda und das Glück der kleinen Dinge“ geht in die zweite Auflage – nach einem halben Jahr. Das ist kein kleines, sondern ein großes Autorinnenglück.

Denn zweite Auflagen sind bei den vielen Neuerscheinungen heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.Viel zu oft gehen gute Bücher unter.

Noch mehr freut es mich, dass gerade so ein eher leises Buch viele Leserinnen und Leser findet. Danke!

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