25 Jahre Bochum

Fast hätte ich es vergessen: Ich wohne seit 25 Jahren in Bochum. Das ist länger, als ich je in einer anderen Stadt gewohnt habe. Länger als mein halbes Leben – und derzeit sieht es nicht so aus, als ob ich Bochum in naher Zukunft verlasse.

Bochum ist also keine Durchreisestadt für mich, sondern – bei allem zwiegespaltenen Blick – so etwas wie Heimat. Ich bin ein Ruhrgebietskind, ich mag die Mischung aus (Industrie-)Kultur und Natur. Ich mag die Vielfalt, die es hier nicht erst seit ein paar Jahren gibt.

Ich sehe natürlich auch die Probleme, mit denen das Ruhrgebiet samt Bochum nicht erst zu kämpfen hat, seit die letzte Zeche stillgelegt wurde. Ich kann mich immer mal wieder über Politik aufregen …

Doch ich merke auch den kreativen Wind, der hier weht, sehe Menschen, die anpacken. Die sich engagieren. Die ihren Mund aufmachen. Die mehr sind als das Klischee von „wat“ und „dat“, über das ich mich immer wieder ärgere …

Ja, Bochum, ich liebe dich nicht. Aber ich kann dich ganz gut leiden.

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