Kladde

Beiträge mit dem Tag ‘Geschichten erfinden’

Geschichten: Lernen mit Spaß

Montag, 29. April 2013

Storytelling-Blogparade-reichweite-Caroline-Kliemt-670x350“Are we all Storytellers?” fragt Caroline Kliemt in ihrem Blog Reichweite  und ruft zur gleichnamigen Blogparade auf. Da mache ich doch gerne mit, denn: Auch ich bin eine Geschichtenerzählerin.

Im Moment bin ich das sogar im ganz engen Sinn des Wortes. Im Juni werden zwei Bücher von mir erscheinen mit Geschichten für Kinder. Es sind Vorlesegeschichten, die einen Lernprozess anregen sollen. Geschichten, an den Kinder wachsen können. Geschichten, mit denen Kinder lernen können – emotional und sozial. Geschichten gehen ins Herz und können somit weitaus mehr bewegen, als wenn man die jeweiligen Inhalte anders behandeln würde.

Kinder können sich mit den Hauptfiguren identifizieren; Geschichten sind spannend und bieten Raum für Fantasie. Geschichten zeigen unterschiedliche Welten – auch Welten, die der eigenen fremd sind. Und ganz wichtig: Der erhobene Zeigefinger fehlt, was mehr Bereitschaft der Kinder führt, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Denn Geschichten machen in erster Linie Spaß.

In eine ähnliche Richtung geht auch meine Arbeit für den Kinder-Medienverlag. Für diesen Verlag habe ich schon viele Ausmal-Comics geschrieben. In den Geschichten geht es jeweils um Sachthemen, beispielsweise habe ich über Diabetes geschrieben, über den menschlichen Körper oder (im Kundenauftrag) über verschiedene Berufsbilder, über Landmaschinen oder technische Errungenschaften. Eingebettet werden die Infos in eine Rahmengeschichte. Es gibt immer zwei Charaktere – Tim und Tina -, die etwas erleben. Die Infos kommen also nicht dröge daher, sondern werden über die Geschichte und den dazugehörigen Comic in Textblöcken und Bildern transportiert.

Auch meine Erstlesesachtexte, erschienen im Persen-Verlag, gehen in eine ähnliche Richtung. Dabei geht es nicht um reine Wissensvermittlung. Auch hier habe ich kleine Geschichten geschrieben – das Sach(kunde)wissen wird ganz nebenbei vermittelt und bleibt dadurch, dass die Leserinnen und Leser emotional angesprochen werden, eher im Kopf.

Weitere spannende Artikel rund um Storytelling in verschiedenen Einsatzgebieten gibt es hier.

 

Erzählen für Erwachsene

Freitag, 07. Dezember 2012

Wie ich schon geschrieben habe, mache ich auch in diesem Jahr beim Blogwichteln meines Netzwerks Texttreff mit. In diesem Jahr freue ich mich ganz doll, dass ich Julia Dombrowski bewichteln durfte. Sie wünschte sich von mir, dass ich einen Beitrag zum Thema “Geschichten erfinden” schreibe. Habe ich natürlich sehr gerne gemacht. Und zwar geht’s dieses Mal nicht ums gemeinsame Erzählen mit Kindern, sondern darum, dass Geschichten erfinden auch Erwachsenen Spaß macht. Den Beitrag findet ihr im Textsektor-Blog.

Kita-Wettbewerb zum Buch

Mittwoch, 24. Oktober 2012

“Und was passiert dann” – der Titel meines Ratgebers zum Geschichten erfinden mit Kindern war auch das Motto des Kita-Wettbewerbs der Hamburger Bücherhallen. Der Herder-Verlag hat den Wettbewerb unterstützt, mein Buch hat seinen Namen “gestiftet”.

Von April bis Ende August waren alle Hamburger Kitas aufgerufen, eine Geschichte zu malen und zu erzählen. Den Anfang machte der bekannte Bilderbuchillustrator und -autor Ole Könneke. Er stellte seine beiden Figuren Anton und Greta zur Verfügung. Das Abenteuer konnte beginnen!

Da gibt es Raben, die sich verirrt haben und gerettet werden, und jede Menge Piraten, Haie und Feuerkraken. Kein Wunder: Viele Geschichten spielen, passend zu Hamburg, an der Elbe.

20 Kitas haben sich beteiligt, mit tollen Konzepten und Ideen. Ausgezeichnet hat die Jury vier Kitas. Die Kita Druckerstraße präsentierte bei der Preisverleihung ihr “Rabenteuer auf der Elbe”. Auf den Seiten der Bücherhalle findet man professionell vertonte Geschichten in der Art eines Kamishibais, die auch anderen Kindern Spaß machen werden.

Ich gratuliere den Kitas – nicht nur den Gewinner-Einrichtungen, sondern allen Kindern und Erzieherinnen, die mitgemacht haben. Sie alle haben wunderbare neue Welten erschaffen. Mit Phantasie!

Foto: Bücherhallen Hamburg

Fundstücke erzählen Geschichten

Donnerstag, 16. August 2012

Zwei Wochen an der Ostsee liegen hinter mir. Und wie wahrscheinlich jeder Urlauber am Meer habe ich auch nach Muscheln gesucht – wobei man an der Ostsee weniger Muscheln als schöne Steine findet. “Glitzersteine”, wie Kinder sie nennen, die in der Sonne funkeln. Steine, die das Meer herangespült hat. Steine, die eine Biografie haben.

Jedes Fundstück hat seine eigene Geschichte! Daher kann man mit Fundstücken wunderbar Geschichten erfinden. Vor allem auch draußen, bei schönem Wetter. Lassen wir doch einmal eine Muschel auf einen Stein treffen: Was haben die beiden erlebt, als sie unter Wasser waren? Wäre der Stein vielleicht gerne so leicht wie die Muschel, weil er dann nicht am Meeresgrund liegen müsste? Wie ist die Welt dort unten?

Kinder gehen oft noch einen Schritt weiter: Für sie ist ein Stein nicht nur ein Stein. Sie sehen in dem einen Stein einen Zwerg und in dem anderen einen Zauberhund. Und schon haben sie zwei Hauptfiguren für eine Geschichte, die sogar gespielt werden kann.

Fundstücke aus der Natur regen die Phantasie an. Das funktioniert natürlich nicht nur am Meer. Auch im Wald, im Park und sogar in der Stadt findet man viele Sachen, die flugs Hauptfiguren einer Geschichte werden können. Draußen Geschichten zu erfinden, ist mein Spieltipp für den verspäteten Sommer.

In der August-Ausgabe der Zeitschrift “spielen & lernen” ist ein Artikel von mir erschienen mit vielen weiteren Impulse zum Geschichtenerfinden: vor allem für schönes Wetter, aber auch für Regentage. Und auch in meinem Ratgeber “Und was passiert dann? Geschichten erfinden mit Kindern” finden sich etliche Anregungen, die sich gut im Freien umsetzen lassen.

Foto: Andrea Behnke

Erzähl-Wettbewerb

Freitag, 27. April 2012

Mein Buch “Und was passiert dann? Geschichten erfinden mit Kindern” ist Namenspate: und zwar für den gleichnamigen Kita-Wettbewerb der Bücherhallen Hamburg. Der Herder-Verlag unterstützt diese Aktion, nachdem die Organisatorin der Bücherhallen auf mich zugekommen ist. Und ich freue mich! Vor allem auch, weil Ole Könnecke, dessen Zeichnungen ich sehr mag, mit im Boot ist.

Der Illustrator hat sich eine neue Geschichte rund um seine Figuren Greta und Anton ausgedacht. Das Besondere: Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. Denn das müssen Kinder der Hamburger Kitas übernehmen. Sie dürfen malen und fabulieren und können ihre Erzählungen schließlich mit einem Kamishibai, einem Papiertheater, vorstellen.

Der Wettbewerb läuft noch bis Ende August. Eine tolle Aktion, wie ich finde! Ich bin schon sehr gespannt auf das, was Greta und Anton alles erleben werden.

Mein Buch: Die Verlagsvorschau

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor etlichen Jahren eine Kollegin auf einem Journalistenkongress traf. Dort unterhielten wir uns und über dies und das und darüber, wo unsere berufliche Reise uns noch hinführen soll. Sie meinte: “Mit 40 will ich auf jeden Fall ein Buch geschrieben haben.”

Guter Plan, dachte ich damals – und siehe da: Ich bin 42, und mein erstes Buch ist auf dem Weg in die Läden. Gerade ist die Verlagsvorschau erschienen. Was für ein aufregendes Gefühl, sie in der Hand zu halten und das eigene Buch auf einer ganzen Seite zu finden!

Das Buch heißt:

Und was passiert dann?
Geschichten erfinden mit Kindern.
Fragen, Erzählen, Fabulieren in der Kita

Es erscheint am 12. Januar im Herder-Verlag. Das Buch ist ein Herzens-Projekt. Es ist mir ein Anliegen, Erziehende zu ermutern, mit Kindern in die Welt der Geschichten einzutauchen. Ohne Druck und ohne Stress.

Ich freue mich schon sehr darauf, bald die ersten Exemplare in der Hand zu halten.

Mehr kann man schon auf der Verlagsseite lesen.