Kladde

Rennende Zeit

Ich habe das Gefühl, man klaut mir eine Stunde. Einfach so. Und zwar jeden Tag. Meine Tage reichen einfach nicht aus im Moment. Irgendetwas kommt immer zu kurz.

Zunächst dachte ich, es läge an der Uhrumstellung – seitdem beobachte ich dieses Phänomen nämlich. Ich habe schon einen Tweet dazu verfasst: „Seit der Uhrumstellung fehlt mir eine Stunde – nur leider jeden Tag“. Geschrieben, getwittert – und kurz drauf wieder gelöscht. Denn mir ist – peinlich, peinlich – eingefallen, dass wir ja schon Herbst haben. Und bei der Uhrumstellung im Oktober verlieren wir ja keine Stunde, sondern gewinnen eine …

Umso merkwürdiger ist dieses gefühlte Zeitdefizit. „Wenn man es eilig hat, sollte man betont langsam gehen“, sagte mir mal der Zeitexperte Lothar Seiwert in einem Interview. Und: Man könne in einen Tag, der eben nur 24 Stunden keine 48 hineinpacken. Recht hat er.

Doch gerade der Jahresendmarathon macht einem jegliches Zeitmanagement schwer (wobei ich eh keine Managerin bin …). Zum einen schneit es gerade bei öffentlichen Auftraggebern oft gerade zum Jahresende noch einmal Budget. Zum anderen machen Kinder keinen Winterschlaf, und Weihnachten liegt nun mal auch im Winter.

Aber alles jenseits von Kunden und (Christ-)Kind schiebe ich jetzt in den Januar – der neue Kalender liegt schon neben mir.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Vorweihnachtswoche! Und natürlich ein entspanntes Fest und alles Gute für 2012!

Foto: Traumtaenzerin / pixelio.de

2 Kommentare

  1. Richtig so, ich bin auch für Ruhe und Entstressung in den letzten Wochen des Jahres. (Aber nicht noch anders überlegen, ja? ;-))

    • Andrea B. sagt:

      Habe den Artikel extra erst heute veröffentlicht: Gestern habe ich noch ein Ganztagesseminar gehalten ;-) Aber ab heute entschleunige ich, versprochen!

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