Kladde

Ich bin eine Lerche

Spätestens seit meiner Arbeit an meinem Erstleseband “Wenn es Nacht wird” mag ich Eulen ja ganz besonders. Aber, so leid es mir tut: Ich bin keine. Ich bin eine Lerche. Zumindest was meine innere Uhr angeht, habe ich mit den Nachttieren nicht viel gemein.

Kürzlich war ich auf einem Seminar. Dort gab es morgens immer Theorie und Übungen, und so zwischen halb zwölf und zwölf durften wir dann beginnen, an unseren eigenen Schreibprojekten zu arbeiten. Ging nicht. Das schob ich noch auf eine “schlechte Phase”. Jetzt stahl mir mein Zahnarzt mehrmals meine frühe Arbeitszeit, die eigentlich um acht beginnt. Und auch da: Als ich erst um halb elf ins Büro kam, hatte ich Startschwierigkeiten. Meine kreativste Zeit ist eben sofort morgens.

Am Vormittag kann ich gut konzipieren und schreiben. Am Nachmittag kann ich besser recherchieren zum Beispiel. Telefonate führen. Kleinere Texte schreiben. Oder Routineaufgaben erledigen (die ja auch gemacht werden müssen). Mit großen Schreib- (und Denk-)Projekten beginne ich hingegen besser direkt am Morgen.

Der Schlaf- und Wachrhythmus ist übrigens auch eine Wissenschaft, die Chronobiologie. Prof. Till Roenneberg von der Ludwig-Maximilians-Universität München weiß, dass jeder Mensch einen inneren Taktgeber hat. Manche Menschen werden schon um acht müde, stehen dafür aber schon um halb fünf wieder auf – andere sind noch nach Mitternacht hellwach. Davon abhängig ist wiederum die persönliche Leistungskurve.

Ich bin übrigens eine eher gemäßigte Lerche. Manch ein Vogel wird vor mir wach ;-)

Foto: Miroslav / pixelio.de

 

6 Kommentare

  1. Diandra sagt:

    Geht mir genauso. Ich stehe morgens um 05:30 auf, um vor der Arbeit noch ein wenig geschrieben zu kriegen, und nachmittags nach dem Büro geht kaum noch was.

  2. Silke Bicker sagt:

    Hallo Andrea,

    mh, ich bin eine Eulerche:-). Im Winter werde ich zur reine Eule. Je eher es dunkel wird draußen desto besser kann ich mich konzentrieren und arbeiten. Dafür komme ich morgens nur aus dem Quark, wenn ich mit Menschen direkt arbeiten kann.
    Ab März ca. wache ich morgens immer früher auf, freue mich auf´s konzipieren, schreiben und checke immer erst gegen Mittag meine Mails. Heute wurde ich um 4:30 wach und war quietschfröhlich, bis zum Blick auf die Uhrzeit:-)

    • Andrea B. sagt:

      Das Ganze hat ja auch etwas mit (Tages-)Licht zu tun. Vor allem morgens. Je länger es morgens dunkel bleibt, desto schwieriger kommen viele Menschen “in die Gänge”. Daher gibt es ja auch immer mal wieder Vorstöße, zum Beispiel die Schulen später starten zu lassen.

  3. Daniela sagt:

    Also ich bin so das Gegenteil: eine absolute Nachteule. Ich hab mir angewöhnt, morgens nur “hirnfreie” Arbeit zu machen, das geht am besten. Oder Sport. Mein Hirn schaltet sich erst im Laufe des Vormittags ein …

Kommentieren?

*Name und Emailadresse sind notwendig. Ihre Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.