Kladde

E-Reader

Ich bin unter die E-Reader gegangen. Einst hätte ich es mir nicht vorstellen können, jemals auch nur eine Papierseite gegen einen Bildschirm zu tauschen. Dann war er da, der Wunsch: Ich will es auch mal probieren – auch inspiriert durch Kolleginnen wie Gitta Edelmann, die schon E-Books veröffentlicht haben (spannende Kurzkrimis übrigens).

Tja, und so habe ich mir also einen E-Book-Reader gekauft. Ich habe mich für den von Archos entschieden. Zum einen, weil er etwas mehr bietet (er hat tablet-ähnliche Möglichkeiten), zum anderen weil ich ihn recht günstig erstehen konnte. Und ich wollte keinen, der an irgendwelche Anbieter gebunden ist. Auf diesen kann ich mir aus vielen Shops E-Books herunterladen.

Er hat eine Hintergrundbeleuchtung, arbeitet also nicht mit E-Ink. Das mag zwar vielleicht nicht ganz so augenfreundlich sein, ich empfinde es aber gerade abends als vorteilhaft. Das Display habe ich mit einer Schutzfolie nochmals entspiegelt.

So ausgestattet, habe ich direkt geschaut, welche E-Books ich mir kaufen möchte. Viele E-Books kosten ebenso viel wie die gedruckten Exemplare. Da habe ich gemerkt: Wenn es keinen Preisvorteil gibt, möchte ich das Buch nach wie vor im Regal stehen haben. Da bin ich dann doch noch altmodisch.

Kurzum: Ich habe mir für den Start zwei Fachbücher gekauft – bei Fachbüchern finde ich die E-Version prima. Und dann noch einen aktuellen Roman, der als E-Book günstiger war als in der Papierfassung, und einige E-Books der Chichilli Agency, die sich auf E-Books und Mobile Books spezialisiert hat. Da gibt es Kurzkrimis schon für 99 Cent, Wahnsinn…

Meine Erfahrungen: Als ich den Reader zum ersten Mal nutzen wollte, war er entladen. Der Akku war wohl bei der Erstladung nicht ganz voll geworden. Prima… Abhängigkeit von Technik hat eben ihre Tücken… Also erst einmal wieder laden – und währenddessen in einer Zeitschrift blättern. Ganz herkömmlich.

Dann wollte ich mir die Fachbücher zu Gemüte führen. Eines war ganz gut zu lesen. Doch das andere war leider vom Verlag überhaupt nicht auf E-Reader optimiert worden. Einfach das normale Buch in pdf umgewandelt – fertig. Das Ergebnis: superkleine Buchstaben, kein ansteuerbares Inhaltsverzeichnis, kurzum nicht lesbar. Denn wer will schon bei jeder Zeile zur Seite scrollen. Und das, obwohl mein Reader einen 7 Zoll-Schirm hat (viele haben nur 5 und sind noch kleiner…) Ein echter Fehlkauf, leider. Da scheint der Verlag sich gedacht zu haben, ohne Aufwand noch einen schnellen Euro zu machen…

Gerne gelesen habe ich die Kurzkrimis der Agency – optimal aufbereitet und gerade lang (oder kurz) genug vorm Einschlafen. Dank der leichten Hintergrundbeleuchtung konnte ich trotz fehlender Leselampe gut lesen.

Den Roman habe ich noch nicht angefangen. Denn ich habe mir in den letzten Wochen dann doch ein paar Neuerscheinungen fürs Bücherregal gekauft. Aber: Ich bereue es nicht, dass ich jetzt einen E-Reader habe. Für unterwegs ist er ideal. Und ich verfolge gespannt, was sich auf dem Markt noch so tut – als Leserin und als Autorin.

Foto: bluefeeling / pixelio.de

2 Kommentare

  1. Liebe Andrea, du sprichst genau die Punkte an: ein ebook sollte wirklich für die Reader optimiert sein und einen Preisvorteil gegenüber dem Papierbuch bieten. Dann macht es Spaß! Und ich finde es schon genial, unterwegs immer ca. 20-30 Bücher parat zu haben, ohne mir einen Bruch zu heben.
    Zuhause habe ich dann ja noch mein Bücherregal…
    Und als Autorin freue ich mich natürlich, das gerade das kleine Format meiner Kurzkrimis so gut ankommt!
    Also – es bleibt spannend!

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