Kladde

Archiv ‘Werkstatt’

Meine neue Seite

Montag, 03. Juni 2013

WillkommenIch weiß nicht, ob der Trend gerade zur “Zweitseite” im Netz geht. Auf jeden Fall werkeln ganz viele meiner Kolleginnen gerade an neuen Blogs und Sonderseiten für Extra-Projekte.

Auch ich habe mich entschieden, eine zweite Seite ins Netz zu stellen – und zwar eine, auf der ich einzig meine belletristischen Projekte und Geschichten-Veröffentlichungen präsentiere. Im Juni werden zwei Vorlesebücher erscheinen. Das war für mich der Punkt, diesen Teil meiner Arbeit “auszulagern” und gesondert darzustellen.

Jetzt, wo die Seite fertig ist, fühlt es sich für mich rund und stimmig an. Mich gibt es also nun doppelt im Netz: hier mit meiner journalistischen Arbeit, meinen Sachtexten, Lernmedien sowie Sachbüchern und Ratgebern – und unter www.abehnke.de mit meinen Geschichten. Schnittmengen sind natürlich nicht ausgeschlossen, sondern sogar erwünscht.

Gebloggt wird weiter hier in der Kladde.

Geschichten: Lernen mit Spaß

Montag, 29. April 2013

Storytelling-Blogparade-reichweite-Caroline-Kliemt-670x350“Are we all Storytellers?” fragt Caroline Kliemt in ihrem Blog Reichweite  und ruft zur gleichnamigen Blogparade auf. Da mache ich doch gerne mit, denn: Auch ich bin eine Geschichtenerzählerin.

Im Moment bin ich das sogar im ganz engen Sinn des Wortes. Im Juni werden zwei Bücher von mir erscheinen mit Geschichten für Kinder. Es sind Vorlesegeschichten, die einen Lernprozess anregen sollen. Geschichten, an den Kinder wachsen können. Geschichten, mit denen Kinder lernen können – emotional und sozial. Geschichten gehen ins Herz und können somit weitaus mehr bewegen, als wenn man die jeweiligen Inhalte anders behandeln würde.

Kinder können sich mit den Hauptfiguren identifizieren; Geschichten sind spannend und bieten Raum für Fantasie. Geschichten zeigen unterschiedliche Welten – auch Welten, die der eigenen fremd sind. Und ganz wichtig: Der erhobene Zeigefinger fehlt, was mehr Bereitschaft der Kinder führt, sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Denn Geschichten machen in erster Linie Spaß.

In eine ähnliche Richtung geht auch meine Arbeit für den Kinder-Medienverlag. Für diesen Verlag habe ich schon viele Ausmal-Comics geschrieben. In den Geschichten geht es jeweils um Sachthemen, beispielsweise habe ich über Diabetes geschrieben, über den menschlichen Körper oder (im Kundenauftrag) über verschiedene Berufsbilder, über Landmaschinen oder technische Errungenschaften. Eingebettet werden die Infos in eine Rahmengeschichte. Es gibt immer zwei Charaktere – Tim und Tina -, die etwas erleben. Die Infos kommen also nicht dröge daher, sondern werden über die Geschichte und den dazugehörigen Comic in Textblöcken und Bildern transportiert.

Auch meine Erstlesesachtexte, erschienen im Persen-Verlag, gehen in eine ähnliche Richtung. Dabei geht es nicht um reine Wissensvermittlung. Auch hier habe ich kleine Geschichten geschrieben – das Sach(kunde)wissen wird ganz nebenbei vermittelt und bleibt dadurch, dass die Leserinnen und Leser emotional angesprochen werden, eher im Kopf.

Weitere spannende Artikel rund um Storytelling in verschiedenen Einsatzgebieten gibt es hier.

 

Im Buch-Fieber

Samstag, 27. April 2013

Buch_Lupo_pixelio.deJa, ich weiß – es war in den letzten Wochen still in meinem Blog. Das liegt vor allem an den Buch-Projekten, mit denen ich mich neben meinen “normalen Schreibaufträgen” beschäftige.

Zwei Bücher werden im Juni im Herder-Verlag erscheinen. Diese Woche kamen die ersten Satzfahnen. Und das bedeutet, dass die Lektorin und ich noch einmal alles lesen, letzte Fehler ausmerzen, den Umbruch glätten, schauen, ob die Grafik einheitlich ist und zum Text passt … Die Mails flogen nur so hin und her, alle haben mit Hochdruck gearbeitet – das Ergebnis wird dann bald in den Buchläden zu finden sein. Ich freue mich sehr darauf.

Parallel schreibe ich an zwei Manuskripten, die Anfang August in zwei Verlagen liegen müssen. Beides Herzensprojekte, die mir viel Spaß machen und die mich inspirieren. Aber da ich mich gefühlt noch im Winter befinde – durch die lange Kälte in diesem Jahr, kommt es mir so vor, dass die Zeit wahnsinnig schnell rennt. Doch: Ich renne mit! Und blogge bald wieder mehr. Versprochen.

Foto: Lupos / pixelio.de

Indiebookday!

Samstag, 23. März 2013

indiebookDer Mairisch-Verlag hat eine schöne Aktion ins Leben gerufen: den Indiebookday nämlich. Und der ist heute, am 23. März. Überall in Deutschland stürmen hoffentlich viele Menschen in die Buchläden, um ein Buch aus einem unabhängigen Verlag zu kaufen. Bei mir sind viele Tage Indiebuchtage – aber ich habe dennoch mitgemacht. Habe ein klein wenig geschummelt, denn gekauft habe ich das Buch schon vor ein paar Tagen. Aber das ist ja nicht ganz so schlimm, oder?

Ich habe mir ein Prosa-Werk, eine Sammlung, der Theaterautorin Felicia Zeller gekauft: “Einsam lehnen am Bekannten”, erschienen im Lilienfeld-Verlag. Der nennt sich auch Verlag für Entdeckungen: Verlage für Entdeckungen sind für mich viele unabhängige Verlage. Denn sie trauen sich,  spezielle Bücher zu machen, jenseits des Mainstreams. Bücher, die nicht auf die Massen zielen – die aber etwas Besonderes sind. Eine Bereicherung für die Literaturlandschaft eben.

Ach ja: Gelesen habe ich das Buch natürlich noch nicht. Wenn’s soweit ist, dann berichte ich, wie ich die Geschichten von Felicia Zeller gefunden habe!

Didacta-Impressionen

Freitag, 22. Februar 2013

coarseIch mag Messen – vor allem die Didacta und die Buchmesse Frankfurt. Gerade habe ich einen Tag auf der Didacta in Köln hinter mir. Dass die schlechte Messeluft den Kopf dennoch freipusten kann, ist immer wieder verwunderlich. Ich bin voll mit Eindrücken und Ideen – und meine Füße sind dick vom vielen Laufen.

Didacta 2013 – das bleibt in Erinnerung:

  • Gespräche mit “meinen Verlagen” und vereinbarte Buchprojekte, auf die ich mich freue,
  • ein schönes Feedback zu meinen Büchern, die dort präsentiert wurden,
  • neue und alte Kontakte – manche Menschen, mit denen ich bisher nur per Telefon oder Mail Kontakte hatte, habe ich endlich gesehen,
  • meine lieben Kolleginnen, die ich zwischendurch immer wieder getroffen habe – Lichtblicke im Messetrubel,
  • anregender Austausch mit Verlagsmenschen und Projektverantwortlichen,
  • Stolpern über Stewardessen-Köfferchen, Trolleys und Hartschalen-Koffer (Was packen die Menschen da hinein? Bestimmt nicht die Wackel-Hocker, die viele schleppten, denn die sind selbst für die riesigen Urlaubskoffer zu groß …),
  • viele, viele Stände, die zeigen, dass das (Schul- und Lehr-)Buch lebt und dass die digitale Welt eine sinnvolle Ergänzung sein kann,
  • freundliche und entspannte Atmosphäre, obwohl es laut und voll war,
  • meine Musikentdeckung am Klett-Stand: “Eisbrenner” mit Brecht-Liedern, so wunderbar, dass ich mir direkt eine CD gegönnt habe,
  • etliche Buchkäufe – ich freue mich aufs Lesen,
  • eine Einladung in die Didacta-Lounge mit einem leckeren Fresh-for-fit-Cocktail (natürlich völlig ohne Alkohol),
  • Gebühr für die Jackenabgabe, die fast halb so teuer war wie die Knackwurst (lecker) und der Kartoffelsalat (zu viel Essig) sowie
  • eine Bahn mit 30 Minuten Verspätung, das Wort “Stellwerkprobleme” und ein defekter Fahrkartenautomat.

Und vor allem bleibt die Freude darüber, wie viele verschiedene Facetten Bildung haben kann – und wie viele Sinne Bildung anspricht.

Foto: Kölnmesse

Gastbeitrag: Flüchtige Notizen auf Tafeln und Tablets

Montag, 17. Dezember 2012

Weihnachtszeit – (Blog-)Wichtelzeit in meinem Netzwerk Texttreff. Ich habe einen besonders schönen Beitrag bekommen, von Ines Balcik. Ines ist Diplom-Fachsprachenexpertin, Lektorin und Redakteurin  und geht in ihrem Sprachblog den Worten auf der Spur. Außerdem hat sie verschiedene Bücher rund um Sprache und Rechtschreibung veröffentlicht.

Hier ihr Gastbeitrag:

Der Alphasmart war mir völlig unbekannt, bis ich Andreas Beitrag darüber und über Schreibgeräte allgemein las. Wenn man nicht gerade mit dem Alphasmart schreibt, braucht man neben dem Schreibgerät auch einen Träger für die Schrift, ein Schreibmedium – eine Kladde zum Beispiel.

Dieses Wort begegnete mir vor Jahrzehnten zum ersten Mal, als ich in Nordrhein-Westfalen aufs Gymnasium kam. Für mich fiel das Wort damals in dieselbe Kategorie geheimnisvoller fremder Wörter wie Tornister, kurz „Tonne“ – aus meiner Grundschulzeit in Baden-Württemberg kannte ich nur den Ranzen. Wer weiß, welche meiner schwäbischen Wörter meinen Mitschülern komisch vorkamen! Ich sollte mir also für ein Fach eine Kladde zulegen und lernte, dass damit ein dickes Schulheft gemeint war. Eine aktuelle Blitzumfrage unter meinen drei Kindern ergibt, dass in mittelhessischen Schulen Kladden ebenfalls unbekannt sind. Ist Kladde also nur ein nordrhein-westfälischer Regionalismus?

Weit gefehlt. Laut duden.de ist eine Kladde allgemein ein vorläufiger Entwurf oder ein Konzept, speziell bezeichnet das Wort ein Heft für einen ersten Entwurf oder ein Geschäftsbuch für vorläufige Eintragungen. Gewissermaßen eine Vorstufe zur Kladde ist der einzelne Schmier- oder Notizzettel. Das Notieren hat wiederum eine lange Tradition: Schon in der Antike benutzte man in mehreren Kulturen Tafeln aus verschiedenen Materialien, um darauf kurze Informationen festzuhalten.

In der Schule üben die Kinder das Schreiben längst nicht mehr auf Schiefertafeln. In meiner Grundschulzeit nutzten wir Kunststofftafeln, auf die nicht mit Kreide, sondern mit Aquarellstiften geschrieben wurde. Auf die Stifte war ich ebenso stolz wie auf mein rotes Schwammdöschen, mit dem ich misslungene Schreibversuche einfach wegwischen konnte –
Notizen auf Tafeln sind selten für die Ewigkeit gemacht.

Das Moment der Flüchtigkeit wird in den Zaubertafeln  auf die Spitze getrieben. Auch sie faszinierten mich schon in meiner Kindheit – und zu meiner Verblüffung gibt es sie noch heute in ihrer einfachsten Form und als „Dauerblock“ sogar in einer bürotauglichen Version.

Tafeln sind also wahre Dauerbrenner für alle, die gerne notieren. Nicht von ungefähr bedeutet Tablet so viel wie Notizblock, Schreibtafel. Die derzeit so beliebten Tablet-PCs schließen insofern den Kreis zum Alphasmart, als sie das dauerhafte Speichern von Notizen ermöglichen. Umgekehrt ist zum Beispiel das Boogie Board eine elektronische Form des vergänglichen Notizzettels.
Und dann gibt es, verdrehte Welt, jetzt sogar die nostalgische Kreidetafel im Tablet-PC-Look  als Geschenkidee für Weihnachten.

Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Text: Ines Balcik

Erzählen für Erwachsene

Freitag, 07. Dezember 2012

Wie ich schon geschrieben habe, mache ich auch in diesem Jahr beim Blogwichteln meines Netzwerks Texttreff mit. In diesem Jahr freue ich mich ganz doll, dass ich Julia Dombrowski bewichteln durfte. Sie wünschte sich von mir, dass ich einen Beitrag zum Thema “Geschichten erfinden” schreibe. Habe ich natürlich sehr gerne gemacht. Und zwar geht’s dieses Mal nicht ums gemeinsame Erzählen mit Kindern, sondern darum, dass Geschichten erfinden auch Erwachsenen Spaß macht. Den Beitrag findet ihr im Textsektor-Blog.

Textinen-Blog-Wichteln

Samstag, 01. Dezember 2012

Weihnachtszeit – Wichtelzeit. Eigentlich bin ich nicht so ein Wichtelfan, aber eine Wichtelei macht mir seit letzten Jahr richtig Spaß: das Blog-Wichteln meines Netzwerks Texttreffs. Im letzten Jahr habe einen Beitrag von Nina Hundhausen erwichtelt, zum Frühförderwahn. Ich durfte für Petra A. Bauer, Writingwoman, schreiben.

Die ersten Beiträge 2012 sind schon erschienen. Ich schreibe noch – und zwar für Julia Dombrowskis Textsektor. Da freue ich mich schon drauf. Und ich darf in meiner Kladde Ines Balcik begrüßen, die in ihrem Sprachblog in die Tiefen und Untiefen der deutschen Sprache blicken lässt. Ich bin gespannt!

Antiker Alphasmart

Donnerstag, 22. November 2012

Na – so richtig antik ist er natürlich noch nicht. Aber für ein technisches Gerät schon recht alt. Doch ich liebe ihn immer noch, meinen Alphasmart. Das habe ich hier schon geschrieben. Und auf besonderen Wunsch von Heike aus meinem Netzwerk Texttreff habe ich das Schätzchen noch mal fotografiert. So schaut’s also aus.

Foto: Andrea Behnke

Schreibgeräte und Schreiborte

Montag, 12. November 2012

Womit schreibt ihr am liebsten?

Bei mir ist es ganz unterschiedlich und hängt vom Projekt ab. Sachtexte aller Art schreibe ich nur an meinem Laptop. Der hat seinen Namen eigentlich nicht verdient – denn er wurde noch nie vom Schreibtisch fortbewegt. An meinen Sachtexten arbeite ich ausschließlich im Büro.

Ideen notiere ich gerne mit einem Kuli auf Papier, meistens in Kladden. Darin mache ich auch Brainwritings zu Themen, an denen ich arbeite, u. Ä.

Literarische Texte schreibe ich ebenfalls oft mit der Hand – gerne auch im Café. Viele Rohfassungen sind handschriftlich entstanden, mit dem Stift fühle ich mich kreativer als vor der Tastatur. Bei längeren Geschichten kommen zumindest die Anfänge in die Kladde, weiter geht’s dann am Computer.

Oder aber ich nehme ein ganz wunderbares Gerät zur Hand: den Alphasmart. Den gibt es inzwischen leider gar nicht mehr in Deutschland. In der Tat mutet er ein wenig altertümlich an. Er sieht aus wie eine kleine Schreibmaschine mit einem Mini-Display. Er läuft mit Batterien (die ewig halten). Das Gerät braucht nicht hochgefahren zu werden, man schaltet es an, und es läuft. Es kann nicht viel – aber das sehr gut: Es erfasst Text. Punkt. Mit einem Kabel fließt der Text dann ins Schreibprogramm des Computers. Fertig.

Gerade dieses “Geradeaus-Schreiben” macht es für mich wahrscheinlich so attraktiv, immer wieder mit dem Alphasmart zu arbeiten. Ich konzentriere mich einzig und allein aufs Schreiben, was gut auf der Couch geht.

Die Redaktion aller Texte passiert dann wieder per Computer. Und da bin ich heilfroh ob der ganzen Möglichkeiten, die Textverarbeitungsprogramme so bieten …

Foto: Peter A / pixelio.de