Kladde

// Archiv für das Thema ‘Geschrieben’

Mein Buch: Die Verlagsvorschau

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor etlichen Jahren eine Kollegin auf einem Journalistenkongress traf. Dort unterhielten wir uns und über dies und das und darüber, wo unsere berufliche Reise uns noch hinführen soll. Sie meinte: “Mit 40 will ich auf jeden Fall ein Buch geschrieben haben.”

Guter Plan, dachte ich damals – und siehe da: Ich bin 42, und mein erstes Buch ist auf dem Weg in die Läden. Gerade ist die Verlagsvorschau erschienen. Was für ein aufregendes Gefühl, sie in der Hand zu halten und das eigene Buch auf einer ganzen Seite zu finden!

Das Buch heißt:

Und was passiert dann?
Geschichten erfinden mit Kindern.
Fragen, Erzählen, Fabulieren in der Kita

Es erscheint am 12. Januar im Herder-Verlag. Das Buch ist ein Herzens-Projekt. Es ist mir ein Anliegen, Erziehende zu ermutern, mit Kindern in die Welt der Geschichten einzutauchen. Ohne Druck und ohne Stress.

Ich freue mich schon sehr darauf, bald die ersten Exemplare in der Hand zu halten.

Mehr kann man schon auf der Verlagsseite lesen.

Checked4you hat Geburtstag!

Freitag, 09. Dezember 2011

Bevor das Jahr zu Ende geht, möchte ich hier noch mal ganz herzlich gratulieren. Und wem? Checked4you. Das ist das Jugend-Online-Magazin der Verbraucherzentrale. Und das feiert seinen 10. Geburtstag. Ich freue mich, dass ich ebenso lange als freie Autorin dabei bin.

Auf checked4you.de finden Jugendliche alle Infos rund um Verbraucherthemen – von Gesundheit und Ernährung über Sport bis hin zu Reisen, Geld sowie Computer, Internet und Handy. Es gibt nicht nur Artikel, sondern auch Podcasts, Tests und Quiz-Elemente. Auch Umfragen und Foren gehören dazu – Interaktion mit den Userinnen und Usern ist wichtig.

Zehn Jahre – das ist eine ganz schön lange Zeit. Zuvor hatte ich für die Verbraucherzentrale ein Konzept geschrieben, wie das Interesse von Jugendlichen für ihre Themen geweckt werden kann. Daraus entstand dann die Idee des Portals.  Ich bin also ein ganz kleines bisschen auch “Geburtshelferin”. Das Angebot hat sich natürlich immer weiterentwickelt, und auch auf Twitter und Facebook ist checked4you zu finden.

Dass ich so lange mit “an Bord” bin, hat zum einen damit zu tun, dass mir die Themen am Herzen liegen. Zum anderen auch damit, dass mir die Zusammenarbeit mit dem Redakteur viel Spaß macht.

Foto: checked4you.de / Verbraucherzentrale

Besuch bei “writingwoman”

Sonntag, 04. Dezember 2011

Nachdem ich den tollen Gastbeitrag von Nina Hundhausen eingestellt habe, den ich beim Texttreff-Blogwichteln gewonnen habe, möchte ich nun auch das Geheimnis lüften, wer mir zugelost wurde: meine Autorenkollegin Petra A. Bauer. Meinen Beitrag – ein “Hoch auf die Mittagspause” – findet man nun im Blog “writingwoman”.

Nun bin ich gespannt auf die ganzen anderen Wichtelbeiträge, die noch vor Weihnachten im Netz stehen werden.

Comenius-Siegel für Unterrichtsmaterial

Donnerstag, 04. August 2011

Das Comenius-EduMedia-Siegel ist eine begehrte Auszeichnung für europäische Multimediaprodukte. In diesem Jahr hat die Gesellschaft für Pädagogik und Information der Stiftung “Jugend und Bildung” mehrere Auszeichnungen verliehen – darunter auch eine für das Medienpaket Sozialpolitik.

Das Medienpaket Sozialpolitik beinhaltet aktuelle Unterrichtsmaterialien: ein Schüler- und ein Lehrerheft, Arbeitsblätter, Schaubilder sowie ausführliche Informationen und Interaktives im Internet. Hinter dem Medienpaket stehen die “Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung” sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Dass das Medienpaket als “inhaltlich und gestalterisch besonders wertvolles didaktisches Multimediaprodukt” gilt, freut mich gleich doppelt: Zum einen finde ich es wichtig, dass Jugendliche sich mit unserem Sozialsystem beschäftigen. Die kostenlosen Medien sind immer am Puls der Zeit – ein guter Service für Lehrkräfte.

Zum anderen arbeite ich an dem Medienpaket mit. So habe ich im vergangenen Jahr das Schülerheft aktualisiert und das Lehrerheft geschrieben. Außerdem habe im vergangenen Jahr und in diesem Jahr einige Themen (z.B. Behinderung und Schule, Hartz IV, Zeitarbeit, Arbeitsmarkttrends) ausgearbeitet, die nun als Unterrichtsmaterialien heruntergeladen werden können.

Gerade frisch erschienen ist ein Special zum Thema “Neues in der Sozialpolitik 2011″, das ich geschrieben habe. Dazu gibt es Hintergrundinformationen, ein Arbeitsblatt sowie ein Schaubild.

Schreibtypen

Montag, 25. Juli 2011

Es gibt Puzzlespieler, Geschichtenerzähler, Jäger und Sammlerinnen, Kritikerinnen und Kritiker: Die Rede ist von Schreibtypen. Manche schreiben eine erste Rohfassung von Anfang bis Ende, sie gliedern ihr Material beim Schreiben und denken dabei weiter. Anschließend redigieren sie.

Andere wiederum recherchieren und schreiben dann ganz genau nach Plan. Eine fundierte Gliederung ist für sie das Wichtigste. Kritiker planen auch ganz viel – nur stört die Schere im Kopf beim Schreiben… Der Materialberg wird größer und größer, doch aufs Papier kommt nicht allzu viel.

Die Wissenschaft unterscheidet grob zwei grundlegende Schreibmuster: „top-down“ oder „bottom-up“. Top-down-Schreibende basteln erst eine Gliederung, an der sie sich beim Schreiben orientieren. Bottom-up-Schreibende hingegen finden übers Schreiben zur Textstruktur.

Natürlich gibt es immer wieder auch Mischtypen. Und: Je nach Art der Schreibaufgabe kommen unterschiedliche Schreibtypen zum Vorschein.

Bei meinem Ratgeberbuch war ich eine Puzzlerin. Die Gliederung stand sehr detailliert. Ich habe die einzelnen Punkte nicht der Reihe nach gefüllt, sondern so, wie mich die Themen “ansprangen”. Mir war es wichtig, ein bestimmtes wöchentliches Schreibpensum zu erfüllen. Und daher konnte ich mich nicht an einzelnen Stellen festbeißen. Das funktioniert aber nicht bei allen Projekten – oft fällt es dann beim Puzzlen schwer, die Übergänge zu glätten und den roten Faden nicht zu verlieren.

Da auch Auszubildende häufig mit Schreibaufgaben konfrontiert werden und diese oft als Last empfinden, habe ich für die aktuelle Ausgabe der T.I.M. einen Beitrag zum Thema Schreibhürden geschrieben. Die T.I.M. (Techniken – Ideen – Materialien) beinhaltet “Unterrichtsmaterialien für berufsbezogene Kommunikation”. Das Magazin erscheint im Bildungsverlag Eins. Meine Arbeitsunterlagen umfassen elf Seiten und eine Folie – und zeigen, dass Schreiben Handwerk und keine Kunst ist.

Foto: Andrea Behnke

Arbeitsblatt: Cybermobbing

Mittwoch, 13. Juli 2011

Hunde jagen sichEs passiert nicht oft, dass ich bei Recherchen für einen Auftrag Gänsehaut bekomme. Bei der Arbeit an dem Arbeitsblatt zum Thema Cybermobbing war es jedoch so. Unvorstellbar, wie manche Schülerinnen und Schülerinnen unter anonymen Attacken in der virtuellen Welt zu leiden haben.

Das Netz ist öffentlich – Meldungen verbreiten sich rasend schnell weiter. Auch Unwahrheiten. Laut aktueller JIM-Studie sehen 30 Prozent der Jugendlichen im Cybermobbing die größte Gefahr des Internets. Rund jeder vierte Jugendliche kennt jemanden, der schon mal im Netz „fertig gemacht wurde“.

Obwohl die Bundesregierung eine Plattform, die eigens für Hetzjagden gemacht war, auf den Index gesetzt hat, gibt es Mobbing immer noch: in sozialen Netzwerken oder direkt per Mail. Das geht so weit, dass Betroffene Selbstmordgedanken bekommen. Erschreckend!

Umso wichtiger, dass Schülerinnen und Schüler erfahren, wie sie sich vor Mobbing im Netz schützen können. Und wie sie sich verhalten, wenn sie mitbekommen, dass andere gemobbt werden. Oberste Regel: Nicht alles im Netz von sich preisgeben! Und: Nicht wegschauen. Jugendliche sollten auf jeden Fall Erwachsenen Bescheid geben, wenn sie etwas beobachten.

Mein Arbeitsblatt ist bei Schroedel Aktuell erschienen. Es kann fächerübergreifend in der Sekundarstufe I eingesetzt werden.

Foto: Verena N. / pixelio.de

Umweltbildung

Montag, 11. April 2011

Über eine Million unterschiedliche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten kennen wir – und täglich entdecken Forscher neue. Schätzungen gehen davon aus, dass auf unserer Erde zwischen zehn und hundert Millionen Arten leben. Diese Vielfalt müssen wir schützen. Denn die Natur ist für den Menschen wichtig: Sie liefert Trinkwasser, Nahrung, Energie. Dessen sind wir uns oft nicht bewusst: Dadurch, dass wir immer mehr in die natürlichen Lebensräume eingreifen, sterben immer mehr Arten aus. Rund 17.000 sind bedroht, darunter jede vierte Säugetierart.

Die Biodiversität erhalten – so nennen es Fachleute. Wichtig ist, dass jeder und jede hilft, die Umwelt zu schützen. Vor allem müssen auch Jugendliche für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Jugendkongress „Jugend-Zukunft-Vielfalt“ , der im Mai in Osnabrück statt findet. Dort gibt es Workshops und Podiumsdiskussionen. Eine tolle Initiative des Bundesumweltministeriums, des Bundesamts für Naturschutz und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Umweltschutz Jugendlichen näher zu bringen, ist auch eine Aufgabe der Verbraucherzentrale. Als Autorin des Jugend-Online-Magazin checked4you liegt es mir am Herzen, gerade Themen rund um Umwelt und Klima aufzugreifen. So habe ich jüngst etliche Artikel rund um Nachhaltigkeit veröffentlicht: zum Beispiel zu Autos der Zukunft, zu grünem Strom, zur Öko-Bilanz von Computern oder zu Öko-Camping.

Foto: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die kunterbunte Kinderzeitung

Dienstag, 22. Februar 2011

Gerade ist mein erster Artikel in der kunterbunten Kinderzeitung erschienen. Ich habe über die Arbeit der Feuerwehr geschrieben. Die Zeitung ist ein ehrgeiziges Projekt eines kleinen Verlages, den Jutta Arlitt gegründet hat. Mich begeistert die Idee, Grundschülerinnen und Schüler ans Lesen von Zeitungstexten heranzuführen.

40 Ausgaben pro Jahr beleuchten zum einen tagesaktuelle Themen, zum anderen auch Zeitloses. Es gibt Berichte aus aller Welt, wissenschaftliche Entdeckungen, Sport-Meldungen – und natürlich die Wettervorhersage und Rätsel. In der aktuellen Ausgabe ist das Titelthema zum Beispiel “Ägypten”.

Die Schrift ist gut lesbar, die Satzstruktur einfach. Schwierige Begriffe werden erklärt. Natürlich sind Leserbriefe der jungen Leserinnen und Leser erwünscht. Ein toller Beitrag zur Leseförderung, wie ich finde.
Mehr zur Kinderzeitung findet man im Netz: www.die-kunterbunte-kinderzeitung.de

Unterrichtsmaterial zu Konflikt

Donnerstag, 17. Februar 2011

Konstruktive Konfliktbearbeitung – dieses Thema liegt mir schon lange am Herzen. Das war auch der Grund, warum ich vor einigen Jahren eine Weiterbildung zur Mediatorin gemacht habe. Zwar wollte ich nie als solche arbeiten – mein Ziel war vielmehr, das Wissen an andere weiterzugeben.

So wie jetzt: Als Autorin für den Aktualitätendienst des Schroedel Verlags habe ich zwei Arbeitsblätter erstellt. Eines zu Konfliktkommunikation, eines zu Konfliktbearbeitung. Unter den Titeln „Konfliktkommunikation: Der Ton macht die Musik“ und „Konfliktbearbeitung: Ohne Faust geht’s auch“ können die beiden Lernmaterialien auf der Seite von Schroedel abgerufen werden.

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer (und andere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren) finden die beiden Beiträge in der “Schatztruhe” für fachübergreifendes Lernenl. Beide Materialien eignen sich für den Einsatz ab Klasse 7.

Buch-Projekt

Dienstag, 15. Februar 2011

Es gibt eine Idee, die mich schon lange umtreibt. Eine Idee, die nach einem Buch rief, da sie nicht auf zwei oder drei Seiten abgehandelt werden kann. Und im vergangenen Jahr habe ich ihn dann tatsächlich unterzeichnet, den Buch-Vertrag.

Anfang nächsten Jahres wird mein Ratgeber für Erzieherinnen und Erzieher im Herder-Verlag erscheinen. Das Thema darf ich noch nicht verraten – nur so viel: Es geht um eine Form der kreativen Sprachförderung.

Ein Drittel des Manuskriptes steht inzwischen – als Rohtext natürlich. Ich lebe seit elf Jahren freiberuflich vom Schreiben. Doch ein Buch ist tatsächlich eine andere Herausforderung – eine schöne zwar, aber wirklich auch etwas Neues, das ein ganz anderes Arbeiten erfordert. Doch es tut gut, sich mal wieder richtig in ein Thema vertiefen zu können.